F-Secure synchronisiert Passwörter über Euro-Cloud

    Einen kostenlosen Passwort-Manager, mit dem sich Account-Daten auf unterschiedlichen Endgeräten speichern und über eine Cloud synchron halten lassen, hat die finnische IT-Sicherheitsfirma F-Secure vorgestellt. F-Secure Key ist in der Basisversion kostenlos erhältlich. Dieser fehlt jedoch die Sync-Funktion.

    F-Secure Key - Android-VersionDer Abgleich der Passwörter ist der Bezahlversion vorbehalten. Sie kostet 14,50 Euro im Jahr Der Hersteller nutzt dazu Cloud-Rechenzentren, die innerhalb der EU angesiedelt sind und damit dem europäischen Datenschutzrecht unterliegen. Dies deshalb, weil die Ausspähaktionen des US-Geheimdienstes NSA das Vertrauen in amerikanische Cloud-Service-Provider massiv beeinträchtigt haben. Laut F-Secure gehören alle Server, über die der Passwort-Abgleich läuft, dem Unternehmen selbst und werden auch von F-Secure betrieben.

    Für Windows, Android und die Apple-Welt – aber kein Windows Phone

    Zu den Plattformen, die F-Secure Key unterstützt: Clients stehen für Windows (ab 7), Mac OS X (ab 10.7) sowie iOS (ab Version 5) und Android (4.0 und höher) zur Verfügung. Das bedeutet, dass Nutzer älterer Systeme, etwa von Windows-XP-Rechnern oder Mac-OS 10.6 Snow Leopard, Pech gehabt haben. Die Apps für iOS und Android stehen kostenlos in Apples oder Googles Apps Store respektive Play Store zum Herunterladen bereit.

    Leider fehlt – noch – Windows Phone. Das Microsoft-Betriebssystem erreichte laut der Marktforschungsgesellschaft Kantar Worldpanel im dritten Quartal 2013 in den fünf größten Smartphone-Märkten Europas (Deutschland, England, Frankreich, Spanien und Italien) bezogen auf die Zahl der verkauften Geräten einen Marktanteil von 9,8 Prozent. Das waren immerhin 5,4 Prozent mehr als 2012. F-Secure konzentriert sich somit erst einmal auf die führenden Mobil-Plattformen, also Android (72 Prozent Anteil in den genannten fünf Ländern) sowie iOS (14,6 Prozent).

    Bedienung

    Das Eingeben der Passwörter erfolgt über eine Maske auf dem Endgerät. Dort speichert der User Log-in-Name, Passwort und, falls gewünscht, auch die URL der entsprechenden Online-Ressource, auf die er zugreifen möchte. Möchte der User ein "sicheres" Passwort verwenden, also nicht die allseits beliebten Namen und Vornamen von Partnern, Haustieren oder Kindern, erzeugt F-Secure Key eine komplexe Passphrase.

    Zum Verschlüsselungsverfahren, das F-Secure einsetzt, sind keine Angaben zu finden. Es ist davon auszugehen, dass es sich um AES (Advanced Encryption Standard) handelt. Die verschlüsselten Files werden bei der Bezahlversion auf F-Secure-Server gespeichert und auf alle Endgeräte "verteilt".

    Bei Bedarf lassen sich die verschlüsselten Daten in einen .txt-File exportieren. Hier gilt, wie bei fast allen vergleichbaren Programmen dieser Art: Vorsicht ist bei Umlauten wie ö und ä sowie dem scharfen S geboten. Besser Eigenheiten der deutschen Sprache verzichten und mit oe, ss et cetera arbeiten.

    Fazit

    F-Security Key ist für private Nutzer oder Kleinstfirmen mit wenigen Mitarbeitern konzipiert. Ein zentrales Passwort-Management lässt sich nicht in der Praxis umsetzen. Seinen wirklichen Nutzen entfaltet das Tool dann, wenn ein User mehrere Endgeräte nutzt und auf allen seine Passwörter synchron halten möchte. Dann wird jedoch der Obolus von 14,50 Euro fällig.

    F-Secure Key kann hier heruntergeladen werden:

    Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.fsecure.key

    Mac OS: http://www.f-secure.com/en/web/home_global/key

    Windows: http://www.f-secure.com/en/web/home_global/key

    iOS: https://itunes.apple.com/app/f-secure-key/id627417660

    Keine Kommentare