Patch Connect Plus: Mit SCCM Nicht-Microsoft-Software patchen


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    Mit ManageEngine Patch Connect Plus lassen sich mit SCCM auch Anwendungen patchen, die nicht von Microsoft stammen.Mit der Patch-Management-Lösung Patch Connect Plus von ManageEngine können Administratoren den Microsoft System Center Configuration Manager (SCCM) nutzen, um auch für Nicht-Microsoft-Anwendungen automatisch Patches bereitzustellen.

    Zu den Programmen, die mittels Patch Connect Plus auf dem aktuellen Stand gehalten werden können, zählen unter anderem Adobe Acrobat, Reader und Shockwave, die Clients der Cloud-Storage-Dienste Dropbox, Box und Sugarsync, Evernote, Java sowie der VMware-Horizon-Client und VMware Player. Auch Tools wie der Netzwerk-Sniffer WireShark und Open-Source-Office-Pakete wir LibreOffice und OpenOffice werden unterstützt.

    Grundlage: regelmäßige Scans

    Patch Connect Plus scannt regelmäßig das Unternehmens­netzwerk und die dort vorhandenen Clients und Server. Werden Systeme mit veralteten beziehungsweise nicht gepatchten Programmpaketen gefunden, wird der Administrator informiert. Das ist auch dann der Fall, wenn neue Patches für Programme bereitstehen, die auf Systemen im Firmennetz im Einsatz sind.

    Unterstützt werden derzeit mehr als 250 Software-Pakete. Eine Aufstellung ist auf dieser Web-Seite zu finden. In Deutschland ist Patch Connect Plus über MicroNova erhältlich.

    Technische Details

    Die Patch-Management-Software benötigt eine Datenbank, die jedoch in Form einer PostgreSQL-DB bereits im Paket enthalten ist. Als Server ist laut dieser Aufstellung ein 64-Bit-System mit Windows erforderlich. Von den Server-Versionen kommen Windows Server 2008 und höher in Betracht.

    Bei den Client-Ausgaben sind es sinnvoller Weise Rechner mit Windows 7 oder besser Windows 10. Zwar wird auch Windows XP SP3 unterstützt, aber die Verwendung eines solchen Rechners als Basis für Patch Connect Plus ist nach Ende des Supports von Microsoft wahrlich nicht empfehlenswert. Außerdem wird ein gängiger Browser benötigt, etwa der Internet Explorer (ab v11), Firefox 44 und höher oder Chrome (ab Version 47).

    SCCM-Server mit Repository gekoppelt

    Patch Connect Plus holt Informationen über neue Patches aus einem Repository auf ManageEngines Web-Site..Die Verwaltung von Patch Connect Plus erfolgt über den SCCM-Server. Über ihn legt der Administrator fest, wann welche nicht von Microsoft stammenden Programme gepatcht werden. Die IT-Abteilung kann für jedes Programm vorgeben, welche Patches eingespielt werden und wann dies erfolgen soll. Es gibt somit kein Zwangs-Patching, das eventuell zu Problemen führt.

    Die Informationen über neue Patches und neue Anwendungen, die Patch Connect Plus unterstützt, holt SCCM von einem zentralen Repository. Es wird von ManageEngine bereitstellt. Die Updates "pusht" Patch Connect automatisch auf den SCCM-Server. Anschließend können Administratoren von dort aus die Verteilung der Patches starten. Die erfolgt über die SCCM-Konsole.

    Preise

    Patch Connect Plus ab circa 483 Euro erhältlich. Es handelt sich um eine 1-Jahres-Lizenz für 100 verwaltete Rechner. Zum Vergleich: Die Version für 500 Systeme kostet an die 2.240 Euro, die für 1.000 gemanagte Rechner an die 3.900 Euro. Die komplette Preisliste ist hier verfügbar.

    Eine Testversion mit 30 Tagen Laufzeit kann von dieser Web-Seite von ManageEngine beziehungsweise MicroNova heruntergeladen werden.

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