Preise von vSphere und Hyper-V im Vergleich

    Verschiedenes Packaging, voneinander abweichende Lizenzmodelle und viel Marketing-Propaganda machen es schwer, die Preise der Virtuali­sierungs­platt­formen von Microsoft und VMware zu vergleichen. Das Analysten-Blog The Virtualization Practice hat sich die Mühe gemacht, die Kosten für die beiden Systeme anhand von mehreren Konfigurationen zu berechnen.

    Als VMware mit vSphere 5 von einer rein Prozessor-abhängigen Lizenzierung auf ein Modell wechselte, das die Kosten zusätzlich anhand von virtuellem RAM berechnete, war schnell von "vTax" und von überhöhten Preisen die Rede. Zudem wird in verschiedenen Medien immer wieder fälschlicherweise vSphere nur (dem kostenlosen) Hyper-V gegenübergestellt, obwohl für eine ähnliche Leistungsfähigkeit der Microsoft-Lösung zusätzliche Management-Tools erforderlich sind.

    VMware gilt zu Recht als nicht billig, dennoch entwickelte sich durch das Marketing-Getöse der Eindruck, als wären die Alternativen von Microsoft viel preiswerter. Das wesentliche Ergebnis, zu dem der Autor Steve Beaver auf The Virtualization Practice kommt, besteht darin, dass VMware zumeist teurer, die Differenz aber nicht besonders groß ist.

    Einen interessanten Effekt zeitigte die Erhöhung der VM-Dichte pro VMware-Host, im gewählten Beispiel von 10 auf 15. Hier wirkt sich die Lizenzierung nach vRAM dämpfend auf den Preis aus.

    Die Gegenüberstellung zieht die Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen vSphere-Editionen und Hyper-V nicht detailliert in Betracht, obwohl VMware mit den Enterprise-Versionen gegenüber Microsoft bis dato einen klaren Vorsprung hat. Es ist natürlich absehbar, dass sich die Verhältnisse mit der Freigabe von System Center 2012 und Windows Server 2012 erheblich verändern werden.

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