Red Hat: Cloud-Labor in München und RHEL 5.10

    Red Hat hat in München ein Cloud-Labor ("Cloud Innovation Lab") eröffnet. Interessenten können ort testen, wie Server, Speichersysteme und Anwendungen mit der Cloud-Computing-Software des Herstellers zusammenarbeiten. Für diese Evaluierung stehen Red Hat Enterprise Linux, Red Hat Enterprise Virtualization und Red Hat Storage zur Verfügung.

    Die Server-Hardware stellt Intel bereit. Fachleute von Red Hat bauen im Labor nach den Vorgaben von Anwendern Demo- und Test-Szenarien auf. Außerdem beraten sie Interessenten bei der Auswahl und Konfiguration von Hard- und Software-Komponenten.

    Studie: Netze und Data Center für Cloud nicht tauglich

    Der Schwerpunkt bei den Szenarien liegt auf Themen, mit denen sich Firmen derzeit verstärkt auseinandersetzen müssen. Dazu gehören die Modernisierung der IT-Infrastruktur, die Verlagerung von Applikationen in die Cloud und der Aufbau von Private- und Hybrid-Cloud-Umgebungen.

    Dass Cloud Computing den IT-Abteilungen Kopfzerbrechen bereitet, bestätigt Umfrage, die der IT-Hersteller Brocade unter IT-Leitern in Europa und Nordamerika durchführen ließ. Demnach sind 91 Prozent der Befragten der Meinung, dass ihre Rechenzentren und Netzwerke nur unzureichend für Cloud Computing, Big Data und Virtualisierung gerüstet sind. Immerhin 45 Prozent der Server sind laut der Studie mittlerweile virtualisiert. Allerdings bemängeln 61 Prozent der IT-Fachleute, dass die Netzwerkinfrastruktur nicht für Cloud Computing und Co. tauglich ist.

    Ein weiteres Thema, mit dem sich das Cloud-Labor von Red Hat beschäftigt, ist der Umstieg von Unix auf Linux, naturgemäß bei Red Hat auf Red Hat Enterprise Linux (RHEL). Zudem will Red Hat bei der Implementierung von Infrastruture-as-a-Service-Diensten auf Basis von OpenStack unterstützen.

    Als Management-Plattform favorisiert Red Hat CloudForms. Mit ihr lassen sich Hybrid Clouds verwalten. Dabei ist es egal, ob es sich um Infrastructure-as-a-Services (IaaS) auf Basis von OpenStack in Private Clouds, eine öffentliche IaaS-Cloud wie Amazon Web Services oder Rackspace oder um Virtualisierungsplattformen wie Red Hat Enterprise Virtualization oder VMware vSphere handelt.

    Red Hat Enterprise Linux 5.10 Beta verfügbar

    Noch ein Blick auf eine weitere Neuigkeit aus dem Hause Red hat, die Betaversion von Red Hat Enterprise Linux 5.10, die ab sofort verfügbar ist. Die Neuerungen im Überblick:

    • Der Support-Service Red Hat Access: Er enthält eine Reihe neuer Funktionen. Hinzugekommen ist beispielsweise das Red Hat Support Tool, das einen direkten Zugriff auf Support-Ressourcen und Diagnose-Informationen bietet. Premium-Abonenten können ihre Probleme direkt Red-Hat-Mitarbeitern vorlegen.
    • Erweiterte Security-Funktionen: Die neue RHEL-Verson enthält eine modifizierte Version des SCAP-Konfigurations-Scanners (Security Content Automation Protocol) OpenSCAP.
    • Zugang zu MySQL 5.5: Diese Ausgabe der Open-Source-Datenbank bringt nach Angaben von Red Hat Verbesserungen in puncto Geschwindigkeit und Sklaierbarkeit. Das Upgrade ist von MySQL 5.1 aus möglich, das RHEL ebenfalls beiliegt.

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