Red Hat erweitert Cloud-Management um OpenStack

    Version 3.0 der Cloud-Managementlösung CloudForms von Red Hat ist ab sofort verfügbar. Mit der Software lassen sich private, Public- und Hybrid-Clouds verwalten. Ein Gutteil der neuen Funktionen von CloudForms basiert auf der Lösung von ManageIQ. Dieses Unternehmen hat Red Hat im vergangenen Jahr "geschluckt".

    CloudForms unterstützte bislang beeits VMware vSphere, Red Hat Enterprise Virtualization und Amazon Web Services (AWS). Mit Version 3.0 ist die Red Hat Enterprise Linux OpenStack Platform hinzugekommen. Damit, so der Hersteller, haben Administratoren und Betreiber von Cloud-Umgebungen die Möglichkeit, OpenStack in IT-Umgebungen zu integrieren und zu verwalten.

    Was CloudStack ist

    Red Hat CloudForms 3.0 - EinsatzfelderOpenStack ist eine Open-Source-Software, mit der User eine Cloud-Umgebung einrichten und managen können. Das Projekt wurde 2010 von der NASA und dem amerikanischen Hosting-Unternehmen Rackspace gestartet. Mit OpenStack lassen sich IaaS-Umgebungen in einem Rechenzentrum konfigurieren (Infrastructure as a Service), inklusive der dazu gehörigen Server-, Storage- und Netzwerk-Ressourcen. Häufig wird OpenStack als "Cloud-Betriebssystem" bezeichnet.

    Eine kurze, übersichtliche Einführung in OpenStack (wenn auch in Englisch) ist in diesem Beitrag auf 1CloudRoad zu finden. Er stammt allerdings von Ende 2012, sodass die jüngsten Entwicklungen, etwa die aktuelle Version "Grizzy" von OpenStack vom April dieses Jahres nicht berücksichtigt sind. Konkurrierende Projekte sind OpenNebula, CloudStack, Nimbus und Eucalyptus.

    Funktionen von CloudForms 3.0

    In CloudForms 3.0 hat Red Hat den Support von AWS erweitert und ermöglicht zudem ein durchgängiges Management von Workloads in Public und Private Clouds. Das Tool wird als virtuelle Appliance installiert. Zu den Funktionen zählen unter anderem

    • Self-Service-Portale, über die ein User IT-Services aus einen Katalog auswählen kann. Das erfolgt auf Basis von Rollen und Freigaben. Das Cloud Lifecycle Service Management reicht von der Bereitstellung eines Services bis zu dessen "Außerdienststellung" (Retirement);
    • die Zuordnung und Abrechnung verbrauchsabhängiger Aktivitäten. Dazu lassen sich Preistabellen und Kostenstellenmodelle heranziehen;
    • die Überwachung von OpenStack-Instanzen, Relationen und von Kapazitätsauslastungen;
    • ein zentrales Operations-Management, das unterschiedliche Standorte berücksichtigt.
    • Dashboards;
    • Management von Hybrid Clouds.

    Mit CloudForms 3.0 können Unternehmen zudem jetzt AWS-Workloads mit dem gleichen Management-Framework überwachen, anfordern und bereitstellen, das sie für ihre Private-Cloud- und virtuellen Infrastrukturen einsetzen. CloudForms nutzt die AWS-Funktionen für ein durchgängiges Lifecycle-Management der Amazon-Workloads.

    Das schließt beispielsweise das Bereitstellen von Amazon Machine Instances (AMIs) mit Hilfe von Self-Service-Portalen und Service-Katalogen mit ein. Über die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe kann der Administrator steuern, welche Vorgaben dabei greifen. Außerdem werden Amazon Virtual Private Cloud (VPC) und Amazons Identity and Access Management (IAM) unterstützt.

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