Parallels Access: Remote-Desktop-Clients für Android und iOS

    Erst im Januar 2014 hat Parallels ein größeres Update für seine Remote-Desktop-Software Parallels Access vorgestellt. Die wichtigste Neuerung war der Support für Remote-Rechner unter Windows 7, 8 und 8.1, über die der User von einem iPad aus zugreifen kann. Zuvor konnte er das nur bei Mac-OS-Systemen.

    Nun hat der Hersteller Access erneut erweitert, dieses Mal in Bezug auf die Mobilsysteme, von denen aus User auf "Remote Desktops" von Windows- und Mac-Rechnern zugreifen können. Bislang war Parallels Access Apples Tablet-Rechnern iPad (ab zweiter Generation) und iPad Mini vorbehalten. Jetzt werden auch iPhones unterstützt, und zwar ab der Version 4s. Sowohl die iPads als auch das iPhone benötigen die aktuelle iOS-Ausgabe 7.x.

    Parallels Access - App LauncherHinzu kommt mit Android (ab Version 4.x) eine weitere Mobil-Plattform. Dagegen müssen sich Nutzer von Windows Phone noch gedulden. Für Microsofts Betriebssystem steht noch keine Parallels-Access-App zur Verfügung. Die Mobilversion von Windows dürfte wohl erst dann für Parallels relevant werden, wenn sie ihren Marktanteil ausgebaut hat.

    Auf Desktops von Windows- und Mac-Systemen zugreifen

    Nutzer von Parallels Access können von mobilen Endgeräten aus auf Daten und Anwendungen zugreifen, die auf Windows-Rechnern und Mac gespeichert sind beziehungsweise auf diesen laufen. Die Voraussetzung ist, dass die Rechner über das Internet erreichbar sind und dass auf ihnen folgende Betriebssysteme installiert sind: Mac OS X ab 10.7 ("Lion") beziehungsweise Windows 7, 8 oder 8.1.

    Um Parallels Access nutzen zu können, muss auf den Smartphones und Tablets die Parallels-Access-App installiert werden, auf den Desktop-Rechnern und Notebook ein Agent. Auf dem Smartphone oder Tablet listet Access die Anwendungen des Windows- oder Mac-System in Form von App-Icons auf. Das "Look and Feel" bei der Bedienung bleibt somit weitgehend erhalten. Das gilt auch für andere Funktionen, etwa die Verwendung von Gesten und das Bearbeiten von Inhalten, etwa das Kopieren und Verschieben mittels Drag and Drop.

    Damit Bedienelemente des Desktop-Rechners auf dem Mobilsystem nicht allzu klein dargestellt werden, hat Parallels zudem eine Lupen-Funktion integriert. Die Anwendungen auf den Desktop-Systemen lassen sich außerdem auf dem Bildschirm des Mobilgerätes "großzoomen".

    Kosten

    Für Einzelanwender kostet Parallels Access 17,99 Euro im Jahr. Wie eine wachsende Zahl von Software-Firmen, etwa Microsoft und Adobe, setzt somit auch Parallels auf ein Abonnement-Modell. Für private Nutzer und Selbstständige ist diese Access-Version eine durchaus akzeptable Lösung.

    Für Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern besser geeignet ist die Unternehmens-Version von Access. Sie bietet unter anderem eine zentrale Administration der Software und eine auf die Zahl der Remote-Rechner bezogene Abrechnung. Nach Angaben des Anbieters können beliebig viele Access-Lizenzen in einem Unternehmen eingesetzt werden. Das Einstiegspaket für fünf Client-Rechner kostet 49 Euro im Jahr.

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