RES Workspace Manager 2011: dynamische Privilegien, Whitelisting

    RES Software veröffentlichte die Version 2011 von Workspace Manager. Die Software fällt in eine Kategorie, die von Herstellern und Analysten mit Begriffen wie "Persona Management" oder "User Virtualization" beschrieben wird. Der Zweck solcher Produkte ist, auch wenn sie verschiedene Ansätze verfolgen, die Benutzerumgebung von der Desktop-Installation abzulösen. Der Workspace Manager 2011 bringt neue Funktionen vor allem beim Management von Applikationen und von Benutzerprivilegien.

    Integrierte Profile-Verwaltung

    Lösungen für die User-Virtualisierung gewinnen besonders durch das steigende Interesse an Desktop-Virtualisierung und durch die Windows-7-Migration an Bedeutung. Ein wesentlicher Grund dafür liegt in ihren Funktionen zur Verwaltung von Benutzerprofilen, die sich in ihrer Struktur seit XP verändert haben. Microsoft bietet nur unzureichende Möglichkeiten, die Benutzerumgebungen in gemischten Umgebungen aus XP und Windows 7 bzw. aus physikalischen und virtuellen Desktops zu verwalten und zu synchronisieren.

    Application- und Security-Management

    RES Software zählt neben AppSense und Scense zu den führenden Anbietern derartiger Software. Im Vergleich zu reinen Produkten für das Profil-Management bietet der Workspace Manager zusätzlich zahlreiche Features für die Verwaltung von Applikationen und für Security. So kann es etwa die Berechtigung für die Nutzung von Wechseldatenträgern steuern oder den Zugriff auf nicht zulässige Anwendungen unterbinden.

    Die Version 2011 ergänzt diese Möglichkeiten zur Konfiguration der Benutzerumgebung um folgende Funktionen:

    • Dynamische Privilegien: Sie erlauben dem Administrator eine fein abgestufte Kontrolle von Ausführungsrechten. So können diese für Legacy-Anwendungen gezielt auf Administrator-Level angehoben werden, ohne Benutzern generell Superuser-Privilegien einräumen zu müssen.
    • Whitelisting und Blacklisting von User-installierten Anwendungen: Damit kann die IT festlegen, welche Programme von Anwendern installiert (White Lists) oder nicht installiert (Black Lists) werden dürfen.
    • Website Security: Dabei handelt es sich um ein fein konfigurierbares Black- und Whitelisting für den Zugriff auf Websites. So lässt sich etwa festlegen, dass Benutzer abhängig von ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe im Active Directory oder von einer bestimmten Tageszeit ausgewählte URLs aufrufen können.

    RES vertreibt seine Software nur über Partner. Der Workspace Manager 2011 kostet 30 Euro pro Arbeitsplatz.

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