Mit RFID am IGEL-Thin-Client anmelden


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    Nutzer von Thin-Client-Systemen von IGEL können sich nun mithilfe einer RFID-Karte (Radio Frequency Identification) an den Rechnern anmelden. Das ist das Resultat einer Kooperation zwischen IGEL und Evidian, einem Anbieter von Lösungen für die Authentifizierung von IT-Usern, für Single-Sign-on (SSO) und das Identity-and-Access-Management (IAM).

    IGEL Thin Client - Zugriff auf die Systeme - hier der Application Launcher - nach Authentifizierung mittels RFIDDas Anmelden mittels einer RFID-Karte funktioniert derzeit bei IGEL-Thin-Clients, die unter Linux laufen. Ab Version 5.06.100 von IGEL Linux, die im Mai herauskommen soll, wird die Funktion auf folgenden Thin-Clients zur Verfügung stehen: allen x86-Systemen der Reihe UD, IZ und UDC2.

    Funktionsweise

    Um an einem Thin-Client eine Session zu starten, wird die RFID-Karte in der Nähe des Systems platziert. Unterstützt wird die Authentifizierung bei Aufbau von Citrix-XenApp- sowie Microsoft-RDS-Sessions. Verlässt der Mitarbeiter den Arbeitsplatz, sperrt die Lösung von Evidian die Sitzung. Dann steht der Thin-Client anderen Kollegen zur Verfügung.

    Der User kann jedoch die Session jederzeit wieder aufnehmen. Das klappt auch an anderen Thin-Client-Systemen im Firmennetz. User haben so die Möglichkeit, sich auf einfache Weise an jedem IGEL-System im Unternehmen anzumelden.

    Vorteil: Einfacheres Passwort-Management

    IGEL - Management der User und der User-Profile mittels der Universal Management SuiteEin Vorteil des Single-Sign-on-Verfahrens ist das vereinfachte Passwort-Management. Der Nutzer muss sich keine komplexen Kombinationen von Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen merken. Das entlastet den IT-Support, weil weniger Anfragen wegen vergessener Passwörter eingehen.

    Außerdem können Administratoren erweiterte Sicherheitsregeln umsetzen, etwa den regelmäßigen Wechsel von Passwörtern oder die Verwendung komplexer Passphrases.

    Zudem ist laut IGEL eine Audit- und Reporting-Funktion integriert. Damit kann die IT-Abteilung überprüfen und belegen, wann sich welche User an Thin-Clients angemeldet haben. Solche Daten müssen Unternehmen in etlichen Branchen vorlegen können, Stichwort Compliance-Regelungen.

    Management über kostenlose Software IGEL

    Die neuen Funktionen lassen sich, ebenso wie andere Management-Features, zentral über die kostenlose Universal Management Suite (UMS) von IGEL aufrufen. Das ist auch im Rahmen von Remote-Management-Sessions möglich, wenn Systemverwalter Thin-Clients an anderen Standorten verwalten.

    IGEL will die Authentifizierung mittels RFID künftig auch bei anderen Session-Typen einsetzen. Details dazu hat das Bremer Unternehmen allerdings noch nicht veröffentlicht.

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    Bild von Bernd Reder
    Bernd Reder ist seit über 20 Jahren als Journalist zu den Themen IT, Netzwerke und Telekommunika­tion tätig. Zu seinen beruflichen Sta­tionen zählen unter anderem die Fachtitel "Elektronik" und "Gateway".
    Bei der Zeitschrift "Network World" war Reder als stellver­tretender Chefredakteur tätig. Von 2006 bis 2010 baute er die Online-Ausgabe "Network Computing" auf.
    Derzeit ist Bernd Reder als freier Autor für diverse Print- und Online-Medien sowie für Firmen und PR-Agenturen aktiv.
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