Riverbeds WAN-Appliance macht Microsoft RemoteFX Beine


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    Den Support für Microsofts RemoteFX hat Riverbed ausgebaut. Die WAN-Appliances der "Steelhead"-Reihe des Unternehmens wurden für RemoteFX optimiert. Diese Erweiterung für das Remote Desktop Protocol (RDP) steht seit Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 zur Verfügung.

    RemoteFX verbessert die Grafikfähigkeiten von Virtual-Desktops, die über Windows Server bereitgestellt werden. Das ist für VDI-Umgebungen (Virtual Desktop Infrastructure) wichtig. Mithilfe von Steelhead-Systemen lassen sich virtuelle Desktops auch über Weitverkehrsverbindungen (WANs) bereitstellen.

    Klassische Probleme beim Zugriff auf Virtual-Desktops über WAN-Strecken sind Verzögerungszeiten, die wegen der Entfernungen und möglicherweise wegen Qualitätsproblemen der Verbindung auftreten. Hinzu kommen Faktoren, die durch das paketorientierte Übertragungsverfahren bedingt sind, etwa eine zu hohe Paketverlustrate oder die Tatsache, dass Datenpakete in der falschen Reihenfolge beim Empfänger ankommen. Beide Effekte können die "User Experience" beim Nutzer von VDI-Umgebungen drastisch beeinträchtigen und sich vor allem auf Echtzeit-Anwendungen wie Voice over IP und Video over IP negativ auswirken.

    Bandbreite besser ausnutzen

    Ein weiterer Vorteil von WAN-Optimierung, mit dem die Anbieter solcher Systeme gerne werben: Die WAN-Bandbreite wird besser ausgenutzt, unter anderem durch das Deduplizieren von mehrfach vorhandenen Daten. Das wirkt sich günstig auf die Kosten aus, weil der Anwender Weitverkehrsstrecken mit niedrigerer Bandbreite nutzen kann – auch in Zeiten von Flatrates immer noch ein nicht zu unterschätzender Faktor.

    Steelhead-WAN-Appliances von RiverbedRemoteFX ist eine Erweiterung des Remote-Desktop-Protokolls (RDP), die vor allem die Grafik- und Multimedia-Fähigkeiten verbessert. User an Thin Clients kommen dadurch in den Genuss von 3D-Anwendungen und Microsoft-Silverlight-Animationen.

    Riverbed setzt in den Steehead-Systemem auf eine Kombination mehrere Technologien, um Datenverkehr zu beschleunigen: Datenkompression, das Optimieren von TCP-Datentransfers und "Scalable Data Referencing" (SDR). Nach Angaben des Herstellers sind bei TCP-Anwendungen der Bandbreitenbedarf um etwa 65 Prozent bis 95 Prozent. Daten,die besondere Anforderungen an die Dienstgüte stellen (Quality of Service), werden bevorzugt über WAN-Links transportiert.

    Außerdem reduzieren die Steelhead-Appliances die "Geschwätzigkeit" von Anwendungsprotokollen wie CIFS, MAPI und HTTP. Dies bringt nochmals Einsparungen von bis zu 98 Prozent. Diese Werte decken sich in etwa mit denen, die Konkurrenten von Riverbed für ihre Produkte reklamieren, etwa Silver Peak Systems oder Blue Coat.

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    Bild von Bernd Reder
    Bernd Reder ist seit über 20 Jahren als Journalist zu den Themen IT, Netzwerke und Telekommunika­tion tätig. Zu seinen beruflichen Sta­tionen zählen unter anderem die Fachtitel "Elektronik" und "Gateway".
    Bei der Zeitschrift "Network World" war Reder als stellver­tretender Chefredakteur tätig. Von 2006 bis 2010 baute er die Online-Ausgabe "Network Computing" auf.
    Derzeit ist Bernd Reder als freier Autor für diverse Print- und Online-Medien sowie für Firmen und PR-Agenturen aktiv.
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