SEP erweitert seine Hybrid-Backup-Lösung SEP sesam

    Auf das Sichern und Wiederherstellen von Daten in heterogenen IT-Umgebungen ist SEP sesam der SEP AG zugeschnitten. Die aktuelle Version 4.4.2 der Hybrid-Backup-Software hat der Hersteller aus Südbayern um etliche Funktionen ergänzt. Im Detail sind die Änderungen in den Release Notes aufgeführt.

    Mit der Software lassen sich Backups von physischen und virtuellen Server erstellen. Unterstützt werden VMware, Microsoft Hyper-V (jetzt auch v 3.0) und Citrix Xen. Beim neuen Release stand nach Angaben des Herstellers die Optimierung der Si3-Deduplizierung und -Replikation im Mittelpunkt.

    Durch das Deduplizieren mehrfach vorhandener Daten reduziert sich der Speicherbedarf von Sicherungen um bis zu 90 Prozent.

    Deduplizierung spart bis 90 Prozent Speicherplatz

    SEP sesam - zentrales FensterDas kommt Anwendern zugute, die keine teuren Breitbandverbindungen einsetzen können, wenn sie Daten in räumlich entfernte (Cloud-)Rechenzentren replizieren. Weitere Vorteile: Auf Storage-Systemen ist weniger Speicherplatz erforderlich; dadurch fallen geringere Kosten für die IT-Infrastruktur an. Einige Details zur Funktionsweise der Deduplizierungstechnik hat SEP auf dieser Web-Seite veröffentlicht.

    Si3 unterstützte bislang Linux-Systeme. Jetzt gilt das Gleiche für Backup-Server unter Windows und Sesam Remote Device Server (RDS). Mit einem RDS können Administratoren standortübergreifend Storage-Systeme verwalten, etwa SAN-Komponenten (Storage Area Networks) oder Tape Libraries.

    Direkter Zugriff auf gesicherte Dateien

    Neu ist Cross Platform Recovery File System Layer (XPRFS). Diese Restore-Option ermöglicht es, über einen Datei-Browser auf einzelne gesicherte Dateien zuzugreifen. Das erfolgt ausschließlich im Lesemodus. Daher können Dateien nicht verändert oder versehentlich beschädigt werden.

    Appliance von Thomas Krenn mit SEP sesam Durch XPRFS ist es nicht notwendig, einen kompletten Restore-Vorgang von Daten vorzunehmen. Eine Besonderheit ist laut SEP, dass beispielsweise Windows-Dateien auf einem Linux Backup- oder RDS-Server und umgekehrt verfügbar sind.

    Der Zugriff auf einzelne Dateien funktioniert allerdings nur bei Daten, die nicht komprimiert sind oder auf Tapes gesichert wurden.

    Weitere Neuerungen

    Hier eine kurze Auflistung weiterer neuer Funktionen:

    • Höherer Datendurchsatz beim Sichern von Windows-Systemen bis um den Faktor drei.
    • Hyper-V-3.0-Server und einzelne Hyper-V-Cluster lassen sich granular sichern.
    • Die Software unterstützt VMware Instant Recovery und VMware Single File Restore.
    • Exchange Recovery Pro: Einzelne Elemente wie E-Mails lassen sich per Drag and Drop wiederherstellen.
    • SharePoint Recovery Pro: Elemente wie Blog-Beinträge können per Drag and Drop wiederhergestellt werden.
    • Unterstützung der LTO-Hardware-Verschlüsselung beim Sichern auf Bandlaufwerken.
    • Unterstützung von Microsoft ReFS.

    Auch als Appliance verfügbar

    SEP sesam steht als Software und als Hardware-Appliance zur Verfügung. Mehrere hardwarebasierte Versionen stammen beispielsweise von Thomas Krenn. Das Unternehmen, das ebenfalls in Bayern seinen Stammsitz hat, bietet unter anderem einen Server auf Basis von Intel-Xeon-Prozessoren und mit der SEP-Software an Bord ab rund 7.220 Euro an.

    Ebenfalls von Thomas Krenn stammt eine Backup-Appliance für SAP-HANA-Datenbanken. Die Appliance ist ebenfalls mit der Backup- und Disaster-Recovery-Software von SEP ausgestattet. Sie ist ab rund 6.530 Euro erhältlich und wurde von SAP zertifiziert.

    Keine Kommentare