Server: Fujitsu mit Primergy-System für kleine Firmen

    Um drei Systeme hat Fujitsu die Linie seiner Primergy-Server erweitert. Die drei Rechner sind für den Einsatz in kleineren und mittelständischen Unternehmen vorgesehen. Außerdem lassen sie sich in Außenstellen und Niederlassungen von größeren Firmen verwenden.

    Zunächst zum Primergy TX1320 M1: Er eignet sich für Umgebungen, in denen ein Server möglich wenig Lärm machen darf, das heißt für den Einsatz in "normalen" Büros. Denn gerade kleinere Unternehmen verfügen oft nicht über einen eigenen Server- oder Netzwerk-Raum. Das Einwege-System im Tower-Format ist mit einem Intel-Prozessor bestückt. Zu Wahl stehen ein Intel Pentium, ein Core i-3 und ein Server-Prozessor der Reihe Xeon E3-1200v3. Hinzu kommen wahlweise zwischen 2 und 32 GByte RAM (DDR3, ECC). Die 2 GByte kann man getrost vergessen: Selbst ein kleiner Server sollte nicht unter 8 oder besser 16 GByte Arbeitsspeicher haben.

    Bis zu sechs Festplatten

    Das Mainboard stellt vier PCIe-Steckplätze bereit, davon zwei für PCIe 2.0 und zwei für PCIe 3.0 x 8. Als Massenspeicher kommen sechs Hot-Plug-SATA- oder SAS-Festplatten (Serial-Attached SCSI) im Format 2,5 Zoll in Betracht oder aber zwei 3,5-Zoll-Harddisks (SATA). Diese können jedoch nicht im laufenden Betrieb gewechselt werden. Die Kapazitäten der Harddisks: bis zu 3 TByte bei SATA und 900 GByte bei SAS (2,5 Zoll).

    Als Option steht eine Version des Systems mit TPM-Chip (Trusted Platform Module) bereit. Zudem lässt sich der Server dank eines Remote-Management-Controllers (iRMC S4) auch aus der Ferne warten. Das ist beim Einsatz in Außenstellen wichtig.

    Fujitsu Primergy RX1320 M1 - Server der EinsteigerklasseApropos Management: Eine Basisversion der Verwaltungssoftware ServerView Suite liegt bei, eine vom Funktionsumfang erweiterte Ausgabe muss der Nutzer separat bezahlen. Die preisgünstigste Variante des Systems ist derzeit im Online-Fachhandel für etwa 800 Euro zu haben.

    Etwas größer ausgefallen: der TX1330 M1

    Der Primergy TX1330 M1 ist wie der 1320 M1 mit einer CPU derselben Serien wie der 1332 M1 bestückt und "verträgt" ebenfalls bis zu 32 GByte RAM. Allerdings ist das Gehäuse etwas großzügiger ausgelegt und fasst bis zu acht Festplatten im 2,5-Zoll-Format oder vier 3,5-Zoll-Modelle. Auch in diesem Fall kann der IT-Fachmann zwischen SATA- oder SAS-HDD wählen. Hinzu kommen, wie beim kleinen Bruder, Schächte für optionale DVD- und Blu-ray-Brenner oder Bandlaufwerke.

    Mit enthalten ist die Fujitsu ServerView Suite. Sie enthält Tools für die Installation und das Deployment der Systeme sowie die Statusüberwachung und Steuerung. Im Gegensatz zum 1220M1 ist gegen Aufpreis ein zweites Netzteil verfügbar – eine durchaus sinnvolle Nachrüstoption, weil Netzteile bei Servern ein neuralgischer Punkt sind. Zudem kann der Nutzer einen Umrüstsatz ordern, mit dem sich das Tower-System bei Bedarf in einen Rack-Mount-Server umbauen lässt.

    Fujitsu Primergy RX1330 M1 - Rack-Server für KMUDer TX1330 M1 lässt sich nach Angaben von Fujitsu auch mit Controller älterer Telefonanlagen und Überwachungssystemen bestücken. Für den TX1330 M1 sind Adapter verfügbar, mit denen sich diese teuren Spezialkarten in die PCIe-Slots des Servers einstecken und weiterhin verwenden kann.

    Der Preis des Servers: ohne Festplatten etwa 900 bis 1000 Euro. Im Fachhandel sind Bundles erhältlich, bei denen für diesen Preis auch eine Lizenz von Windows Server 2012 enthalten ist.

    Für Racks: Der RX1330 M1

    Noch kurz zur Rack-Version RX1330 M1. Er benötigt 1 HE (Höheneinheit), hat drei PCIe-Steckplätze und kann mit bis zu zehn Festplatten ausgestattet werden. Die CPUs sind dieselben wie die der anderen beiden Server. Verwendet werden kann der Server für Aufgaben wie das Bereitstellen von File- und Kommunikationsservices sowie für Datenbanken und Büroanwendungen.

    Das System ist RAID-Konfigurationen ausgelegt. Dafür steht ein modularer RAID-Controller zur Verfügung. Sowohl Lüfter als auch Netzteil sind redundant ausgelegt. Hinzu kommen zwei 1-GBit/s-Netzwerk-Interfaces.

    Zur Basisausstattung gehören die ServerView-Power-Management-Suite und Support für Hot-Plug-Festplatten. Einen Aufpreis kostet dagegen die pGFX-Servergrafik. Daten zum Preis standen noch nicht zur Verfügung.

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