Server-Migration: Dell hilft beim Umstieg von Windows Server 2003

    Windows XP hat im April dieses Jahres das Zeitliche gesegnet. Im Juli 2015 kommt nun das Ende für Windows Server 2003. Dann endet der Extended Support für dieses Betriebssystem. Unternehmen, für die eine Server-Migration ein Problem darstellt, bietet Dell nun einen Migrationsservice an.

    Er zielt auf Nutzer von Windows Server 2003 und Server 2003 R2. Sie erhalten Hilfe beim Umstieg auf eine Nachfolgeversion von Windows Server. Das dürfte in den meisten Fällen Windows Server 2012 R2 sein, das seit etwas mehr als einem halben Jahr zur Verfügung steht. Ein Umstieg auf die Server 2008 ist dagegen keine nachhaltige Lösung. Denn laut dem Microsoft-Support-Lifecycle-Dokument für Windows Server 2008 endet der Mainstream-Support für diese Version im Januar 2015, der Extended Support im Januar 2020.

    Tückisches Fahrwasser

    Microsoft Windows Server 2003 - LifecycleGanz "ohne" ist eine Server-Migration nicht. Ein Punkt: Unternehmen müssen entscheiden, ob sie weiterhin Windows-Server im eigenen Haus betreiben oder in eine Cloud-Umgebung verlagern möchten. In letzterem Fall bietet sich – natürlich – Microsofts Windows Azure an. Im Vorfeld muss jedoch geklärt werden, ob sich die entsprechenden Daten und Anwendungen in die Cloud transferieren lassen und ob dies auch gewünscht ist.

    Denn bekanntlich unterliegen US-Firmen wie Microsoft amerikanischem Recht und müssen daher auf "Bitten" von amerikanischen Behörden Kundendaten an die diese aushändigen. Und das unabhängig davon, ob die Cloud-Rechenzentren in den USA oder Europa stehen. Das dürfte nicht für alle Anwender akzeptabel sein, speziell nach den Erkenntnissen, die im Rahmen der NSA-Affäre hochkamen.

    Dell migriert alles

    Unabhängig von solchen juristischen Feinheiten verspricht Dell Hilfe, und zwar bei der Migration des Server-Betriebssystems und der Applikationen, die auf Windows-Server-2003-Systemen laufen. Im Angebot enthalten ist die Analyse der vorhandenen Anwendungen und Anforderungen des Anwenders, außerdem eine Abschätzung der zu erwartenden Nutzungsszenarien und Anforderungen an die IT-Umgebung.

    Zum Angebot von Dell zählen:

    • eine automatische Analyse von Anwendungen mit Dell ChangeBase, um Kompatibilitätsprobleme mit neuen Windows-Server-Versionen zu identifizieren;
    • die Erfassung aller Anwendungen, die für die Migration in Betracht kommen. Diese Bestandsaufnahme kann beziehungsweise sollte außerdem dazu verwendet werden, um den Applikationsbestand kritisch zu prüfen und zu entschlacken;
    • mit den Windows Server OS Modernization Services ein Leitfaden, in dem unterschiedliche Technologien und Ansätze evaluiert werden, die für den jeweiligen Nutzer in Betracht kommen;
    • Unterstützung bei der eigentlichen Migration.

    Das Angebot ist für Unternehmen interessant, deren Server-Landschaft eine gewisse Größe und Komplexität erreicht hat. Das sind Mittelständler und größere Firmen, weniger Kleinunternehmen, in denen ein oder zwei Windows-Server vorhanden sind, auf denen zudem meist Standardanwendungen wie eine Datenbank oder ein Mail- und Web-Server laufen.

    Ähnliche Problematik wie bei Windows XP

    Die Beratungsgesellschaft Gartner hat im Fall von Windows Server 2003 vergleichbare Probleme, oder vielleicht besser gesagt dieselbe "Laissez-faire-Haltung" ausgemacht wie bei Windows XP. Das heißt, viele Unternehmen haben sich mit dem Thema Migration noch gar nicht oder nur unzureichend beschäftigt.

    Das ist problematisch, weil für Windows Server 2003 ab 2015 keine Sicherheits-Patches und Updates mehr bereitstehen. Das heißt, die Systeme weisen im Lauf der Zeit immer mehr Sicherheitslücken auf, die sich Cyber-Kriminelle zunutze machen können.

    Ein zweiter Punkt betrifft die vorhandenen Alt-Applikationen: Der Umstieg auf neue Versionen oder neue Produkte (wenn ein Anbieter mittlerweile vom Markt verschwunden ist) erfordert Zeit. Das gilt vor allem für Anwendungen, die an Geschäftsabläufe oder spezielle Wünsche des Nutzers angepasst wurden. Solche handgestrickten Lösungen und die entsprechenden Datensätze zu migrieren, stellen eine besondere Herausforderung dar.

    Keine Kommentare