Silver Peak beschleunigt Zugriff auf Amazon Web Services

    Einen um bis um den Faktor 20 schnelleren Zugriff auf Anwendungen, die Nutzer der Amazon Web Services (AWS) über Amazon-Virtual-Private Cloud-Umgebungen bereitstellen, verspricht Silver Peak. Die US-Firma, die sich auf Hard- und Software für die WAN-Optimierung spezialisiert hat, bietet im AWS Marketplace eine Version ihrer Cloud-Acceleration-Software an, die sich mit nur einem Mausklick aktivieren lässt.

    Silver Peak Cloud Acceleration - Angebote im AWS MarketplaceMit Cloud Acceleration will Silver Peak ein Problem lösen, mit dem sich insbesondere Nutzer von Public-Cloud-Services konfrontiert sehen. Auf diese greifen Unternehmen meist über "normale" Internet-Verbindungen zu. Das hat Vorteile, etwa niedrigere Verbindungskosten im Vergleich zu Leased Lines und ein einfaches Handling.

    Dafür muss der Nutzer Nachteile in Kauf nehmen. Dies sind teilweise erhebliche Qualitätseinbußen, etwa bedingt durch die Überlastung von Weitverkehrsverbindungen. Dies führt dazu, dass die Router/Switches von Service-Providern Datenpakete bei Überlast "wegwerfen" und später erneut übermitteln. Hinzu kommen hohe Latenzzeiten von 100 ms und mehr, die speziell Dienste wie das Replizieren von Daten zwischen einem In-House-Rechenzentrum und Cloud-Data-Centern beeinträchtigen.

    Der "Trick": Deduplizierung von Daten

    Silver Peak Cloud Acceleration macht sich die Tatsache zunutze, dass bei AWS in erster Linie dann Übermittelungsgebühren anfallen, wenn sich Daten aus der Elastic Compute Cloud von Amazon (EC2) herausbewegen und zwischen unterschiedlichen Regionen transportiert werden, in der AWS-Diktion beispielsweise zwischen EU West (Irland) und Asia Pacific (Singapur).

    Die Software von Silver Peak führt eine Datendeduplizierung auf der Byte-Ebene durch. Dadurch werden mehrfach vorhandene Daten vor der Übertragung herausgefiltert. Das verringert die Datenmenge, die übermittelt werden muss und verringert die Übertragungsgebühren.

    Nach Erfahrungswerten von Silver Peak können Unternehmen dadurch bis zu 80 Prozent der Cloud-Kosten einsparen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn große Datenbestände repliziert werden, Stichwort Disaster Recovery. Besonders wirkungsvoll ist Deduplizierung auch beim Transfer großer Dateien wie CAD/CAM-Files, bei denen sich relativ wenige Änderungen ergeben haben. Dagegen sinkt der Nutzen von Deduplication, wenn Daten übermittelt werden, bei denen viele Änderungen anfallen. Dann sinkt die Quote der redundanten Daten, die bei der Deduplizierung durch "Pointer" ersetzt werden.

    Versionen und Preise

    Derzeit stehen im AWS Marketplace drei Versionen von Cloud Acceleration bereit: für WAN-Bandbreiten (Wide Are Network) von 10 MBit/s, 50 und 200 MBit/s. Sie kosten zwischen 1,45 Dollar pro Stunde (10 MBit/s) und 6,05 Dollar pro Stunde (200 MBit/s). Dies sind die Kosten für Nutzung der Software. Hinzu kommen die Aufwendungen für die EC2-Ressourcen von Amazon. Diese variieren je nach Region, Zeit und Instanzen-Typ und können für die Region EU West (Irland) bis zu 9,15 Dollar pro Stunde für die leistungsstärkste Instanz für hohe I/O-Anforderungen erreichen.

    Die technische Basis bilden ein 64-Bit-Amazon-Machine-Image (AMI) oder ein CloudFormation-Stack. Als Betriebssystem dient laut Datenblatt ein Unix/Linux auf Grundlagen von Fedora Core 6 und des Kernels 2.6.38.

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