F-Secure erweitert Security-Software um Patch-Management

    Der finnische IT-Security-Spezialist F-Secure hat seine Sicherheitssoftware F-Secure Client Security Premium um die Funktion F-Secure Software Updater erweitert. Sie analysiert Betriebssysteme und Anwendungen darauf hin, ob die aktuellen Updates- und Sicherheits-Patches installiert sind. Wird das Programm fündig, spielt es auf Wunsch automatisch die entsprechenden Patches ein.

    Bekanntlich haben solche Automatismen ihre Tücken. Teilweise können sie dazu führen, dass eine Systemumgebung nicht mehr wie gewünscht funktioniert. Diese Gefahr besteht etwa dann, wenn speziell angepasste ("handgestrickte") Software im Einsatz ist. Daher bevorzugen viele Admins eine andere Vorgehensweise: Erst größere Patches und Updates testen, dann diese aufspielen. Auch dies berücksichtigt F-Secure Software Updater: Es steht eine Option zur manuellen Steuerung zur Verfügung.

    F-Secure Protection Service - IT-Sicherheit und Software-Updates als Software as a Service

    Die Update-Funktion schließt Windows ein, zudem Patches und Software-Updates für Anwendungen von Drittanbietern. Laut F-Secure ist dies wichtig, weil nach Analysen der IT-Sicherheitsfirma ein Gutteil der Sicherheitsschwachstellen nicht in Betriebssystemen zu finden sind, sondern ergänzenden Programmen. Dazu zählen Browser, Browser-Plug-ins und andere Anwendungen.

    Schutz für kleine und mittelständische Firmen

    Software Updater ist zudem ein Bestandteil des F-Secure Protection Service. Dieses Angebot zielt auf kleine und mittelständische Firmen und wird als Software as a Service (SaaS) bereitgestellt. Bestandteile des Dienstes sind unter anderem ein Viren- und Spywareschutz, Spam- und E-Mail-Schutz sowie Firewall- und Serverschutz.

    Positiv fällt auf, dass der Protection Service eine breite Palette von Plattformen unterstützt. Dazu gehören Windows- und Mac-Arbeitsplatzrechner, Mobilgeräte unter Windows, Symbian, Android und Blackberry OS, außerdem die gängigen Server-Betriebssysteme, von Windows Server 2003 bis – laut Datenblatt – Windows Server 2008 R2. Vermutlich dürfte in der Zwischenzeit auf die 2012er-Version hinzugekommen sein.

    iOS bleibt außen vor

    Ebenfalls abgesichert werden die Linux-Distributionen von Red Hat, Suse, Ubuntu, Debian et cetera. Gleiches gilt für spezielle Server-Versionen unter Windows wie Microsoft Exchange. Negativ fällt auf, dass in den Produktunterlagen kein iOS-System (Apple iPad und iPhone) zu finden ist. Dies ist angesichts der weiten Verbreitung von iPhones in Unternehmen ein erhebliches Manko.

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