Software-Verteilung und Patch-Management mit VMware Airwatch und Adaptiva

    VMware AirWatch - der App-KatalogVMware und Adaptiva arbeiten auf den Gebieten Software-Vertei­lung und Unified-Endpoint-Mana­ge­ment zusammen. Nutzer der Unified-Endpoint-Mana­gement-Software (UEM) VMware AirWatch können im Rahmen der Kooper­ation auf die Peer-to-Peer-Lösung OneSite von Adaptiva zurück­greifen.

    Laut VMware und Adaptiva ist dies vor allem für Unternehmen interessant, die Softwarepakete in großen Windows-Umgebungen bereitstellen möchten. VMware AirWatch UEM ist eine cloudbasierte Lösung mit zwei Schwerpunkten:

    • der Verwaltung von PCs über den gesamten Lebenszyklus hinweg (PC Lifecycle Management, PCLM) und
    • dem Enterprise Mobility Management (EMM) von mobiler Endgeräten, inklusive der entsprechenden Daten und Applikationen.

    Ein Bestandteil: AirWatch 9.0

    VMware hat Version 9.0 von AirWatch UEM im Sommer 2016 angekündigt. Seit November vergangenen Jahres ist die Lösung verfügbar. Unified Endpoint Management heißt, dass sich mit der Software sowohl PCs unter Windows (7, 8 und 10) als auch Mobilgeräte (iOS, Android, Windows 10 und CE, Tizen) verwalten lassen. Auch macOS-Rechner sowie Frameworks wie Android for Work und Samsung Knox werden unterstützt. Systemverwalter benötigen somit nicht mehrere Management-Tools.

    Zu den wichtigsten Funktionen von AirWatch UEM 9.0 zählen ein zentrales Configuration-Management und Portale, über die User nach dem Selbstbedienungsprinzip auf ihren Endgeräten Applikationen installieren können. Auch virtualisierte und Win32-Anwendungen lassen sich auf diese Weise bereitstellen.

    Patch-Management und Sicherheitsfunktionen

    Das Patch- und Update-Management von Windows lässt sich mit AirWatch komplett über die Cloud abwickeln. Eine WSUS-Infrastruktur (Windows Systems Update Service) ist nicht erforderlich. Speziell für Unternehmen, die ein Upgrade auf Windows 10 starten wollen, bietet VMware mit SysTrack Desktop Assessment Service ein kostenloses Tool an, das vorhandene PCs auf ihre Windows-10-Tauglichkeit hin untersucht.

    Außerdem hat VMware Funktionen für die Absicherung der Clients integriert, welche die Windows-Information-Protection-Policies ergänzen. So können Administratoren vertrauenswürdige Apps und "sichere" Ablageplätze für vertrauliche Daten definieren. Zudem lässt sich für User-Gruppen vorgeben, ob und welche Daten sie auf unternehmenseigenen oder privaten Endgeräten speichern dürfen und welche Apps auf diese Informationen Zugriff haben.

    Die zweite Komponente: Adaptiva OneSite P2P

    Adaptiva OneSite nutzt für die Software-Verteilung das Peer-to-Peer-Prinzip.OneSite von Adaptiva wiederum soll den Aufwand bei der Software-Verteilung reduzieren. Dazu setzt das US-Unternehmen auf einen Peer-to-Peer-Ansatz: Windows-Clients im Unternehmensnetz mit freien Speicher-Kapazitäten werden als "Cache"-Speicher genutzt. Dadurch, so der Anbieter, wird eine mehrschichtige Server-Infrastruktur für die Software-Distribution überflüssig.

    Als Vorteile des Ansatzes führt Adaptiva insbesondere die geringere Zahl von Storage-Servern und die einfachere Struktur an, die den Management-Aufwand reduziert. Mit OneSite zielt das Unternehmen vor allem auf Microsoft-SCCM-Umgebungen mit vielen SMP- und PXE-Servern (State Migration Point, Pre-Boot Execution Environment). Eine solche Infrastruktur wird durch den P2P-Ansatz gewissermaßen "flacher", weil nur ein Distribution Point (DP) an einem zentralen Standort (Primary Site) erforderlich ist, keine SMP-/PXE-Server.

    Für Umstieg auf Windows 10

    Laut der Analysefirma Statcounter hatte Windows 10 im Januar 2017 in Deutschland einen Marktanteil von rund 35 Prozent.VMware zufolge können durch den Einsatz von AirWatch Unified Endpoint Management und Adaptiva OneSite Unternehmen große Windows-Anwendungen und Updates schneller bereitstellen. Die Lösung der beiden Unternehmen dürfte außerdem beim Upgrade auf Windows 10 in Betracht kommen.

    Erst in der vergangenen Woche hat Microsoft darauf hingewiesen, dass ab dem 14. Januar 2020 keinerlei Update für Windows 7 mehr zur Verfügung stehen. Dann endet der Extended Support des Betriebssystems. In Deutschland hat nach Angaben des Online-Marktforschers StatCounter Windows 10 Anfang Januar mit rund 35 Prozent Marktanteil Windows 7 (33,1 Prozent) erstmals überholt.

    NetMarketShare, ein Konkurrent von StatCounter, wies dagegen für Ende Dezember 2016 in Deutschland für Windows 10 einen Marktanteil von nur rund 24,6 Prozent auf. Windows 7 lief demnach auf mehr als 48 Prozent der Desktop-Rechner, XP immerhin noch auf 9 Prozent.

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