Statistik: Virtualisierung, Konsolidierungsraten und Marktanteile

    Der Marktforscher Vanson Bourne veröffentlicht auf der neuen Website V-index einige wichtige Kennzahlen zur Server-Virtualisierung, die jedes Quartal aktualisiert werden sollen. Sie beruhen auf Umfragen unter 500 amerikanischen, englischen, französischen und deutschen Firmen. Die Statistiken geben Auskunft über den Grad der erreichten Virtualisierung, die Zahl der virtuellen Maschinen pro Server und die Marktanteile der verwendeten Hypervisor.

    Deutschland gehört bei den untersuchten Ländern zu jenen mit dem höchsten Anteil an virtualisierten Servern.Die Virtualization Penetration Rate bezeichnet den Anteil der Server-Workloads, die bereits in virtuellen Maschinen laufen. Sie errechnet sich als Prozentsatz der VMs an der Summe aller Server, physikalisch wie virtuell. Bei diesem Grad der Virtualisierung liegen Deutschland und Frankreich mit ca. 45 Prozent gleichauf, und sie haben dabei einen deutlichen Vorsprung vor den angelsächsischen Ländern. Die USA erreichen hier 37,2 und UK 35,7 Prozent. Die Zahlen zeigen insgesamt eine rasche Zunahme der Server-Virtualisierung, nachdem vor 2 bis 3 Jahren noch von einem Virtualisierungsgrad von ca. 5 Prozent die Rede war. Der Durchschnitt für die 544 befragten Firmen in den 4 Ländern liegt nun bei 39,4 Prozent.

    Im Schnitt 6 virtuelle Maschinen pro Server

    Die Angaben zu den erzielten Kosolidierungsraten schwanken zwischen den Zahlen, die von den Befragten auf Basis von Schätzungen genannt wurden, und den Berechnungen des Marktforschers auf Grundlage der Daten, die Firmen zum erreichten Grad der Virtualisierung angegeben hatten. Trotz einer Abweichungen zwischen den Ergebnissen der beiden Methoden zeigt sich, dass de facto zwischen 6 und 7 virtuelle Maschinen auf einem Host laufen. Dies liegt unter den Werten, die manche Hersteller als erreichbare Konsolidierungsraten in der Vergangenheit beworben haben. Dort war teilweise von einem Verhältnis von 1:20 die Rede.

    VMware liegt klar vorne, Citrix in Deutschland stark

    Fast 60 % der Befragten nannten ESX(i) als den primär eingesetzten Hypervisor. XenServer schnitt in Deutschland sehr gut ab.Die Ergebnisse der Umfrage zum bevorzugt eingesetzten Hypervisor zeigen die größten Abweichungen zwischen den Ländern. Diese Zahlen sind vermutlich mit der größten Vorsicht zu genießen, weil gerade die größeren Firmen mehrere Produkte parallel einsetzen und entscheiden sollten, welches für sie der hauptsächlich genutzte Hypervisor ist. Der Marktforscher räumt dabei ein, dass manche Befragte eine Software genannte haben könnten, die Firmen zur Desktop-Virtualisierung nutzen.

    Es ist keine Überraschung, dass die Unternehmen in allen 4 Ländern VMware am häufigsten als Lieferanten ihrer Virtualisierungssoftware nennen. ESX bzw. ESXi kommen durchschnittlich auf einen Anteil von 58,2 Prozent. Allerdings fällt auf, dass in Deutschland die VMware-Alternativen besonders gut abschneiden. Citrix XenServer erreicht hier mit 30 Prozent den höchsten Anteil unter allen Ländern und Hyper-V schafft es auf 22 Prozent, ein Wert, der nur in Frankreich um 5 Prozent übertroffen wurde.

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