Lenovo und EMC gründen Joint Venture für Netzwerkspeicher


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    Lenovo wird künftig Network-attached-Storage-Systeme (NAS) von EMC unter eigenem Namen anbieten. Zu diesem Zweck haben beide Firmen das Joint Venture LenovoEMC Ltd. aus der Taufe gehoben. Das Gemeinschaftsunternehmen soll Storage-Systeme bereitstellen, die in kleinen und mittelständischen Firmen sowie Außenstellen von Großunternehmen zum Einsatz kommen.

    Die Speichersysteme stammen von Iomega, einer Tochterfirma von EMC, die sich auf den KMU-Markt (Kleine und mittelständische) Unternehmen konzentriert. Zu den jüngsten Produkten von Iomega zählt das NAS-System StorCenter px12-400r, das Anfang November auf den Markt kam. Das Storage-System im Format 2 Höheneinheiten hat 12 Einschübe für SATA-Festplatten. Unterstützt werden die aktuellen Modelle mit 4 TByte. Dies ergibt eine Gesamtkapazität von 48 TByte.

    Technische Details des StorCenter px12-400r

    Das px12-400r verfügt zudem über 4 Gigabit-Ethernet-Adapter und einen integrierten Intel-Core-i3-Prozessor. Das Array lässt sich nicht nur mit 4-TByte-Platten bestücken, sondern auch mit – preisgünstigeren – Versionen mit 1, 2 oder 3 TByte. Zur Software-Ausstattung zählen Deduplizierung sowie Support der gängigen Virtualisierungsplattformen wie VMware vSphere 5.0, Citrix XenServer, Windows Server 2003, 2008 und 2008R2 sowie Windows Server 2012.

    Zudem werden Windows Active Directory Trusted Domains, Microsoft Cluster Server und Hyper-V-Live-Migration unterstützt. Der Preis der Grundkonfiguration ohne Festplatten: ab rund 2.800 Euro im Online-Fachhandel

    In Kombination mit Lenovo-Servern und -Workstations

    Laut LenovoEMC sollen die Iomega-Systeme zusammen mit den Servern der Reihe ThinkServer und den Hochleistungs-Arbeitsplatzrechnern der ThinkStation-Linie vermarktet werden. Die ThinkStation-Systeme sind mit Intel-Xeon-E5-CPUs ausgestattet. Nur die ThinkStation E31 ist auch mit Prozessoren der Reihe Core-i3, -i5 und -i7 erhältlich. Klassische Einsatzgebiete sind CAD/CAM, medizinische Anwendungen und Leiterplatten-Design.

    Jüngstes Mitglied der ThinkServer-Familie ist das Modell TD330. Die Tower-Systeme sind mit zwei Xeon-E5-2400 Prozessoren mit bis zu 16 Kernen ausgestattet. Der Arbeitsspeicher lässt sich bis auf 192 GByte erweitern; für Daten stehen in diversen RAID-Konfigurationen Platten mit einer maximalen Kapazität von 24 TByte zur Verfügung, und zwar sowohl SATA- als auch SAS-Modelle (Serial-attached SCSI).

    Nach Angaben beider Firmen wird das Gemeinschaftunternehmen allerdings nicht nur Produkt-Bundles beider Unternehmen vermarkten. Die Kooperation bezieht sich auch auf Entwicklung von Produkten und Technologien. Welche das sind, ließen Lenovo im EMC allerdings offen.

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