System-Management: Kaseya erweitert Virtual System Administrator

    Um neue und erweiterte Funktionen in den Bereichen Identity and Access Management (IAM), Enterprise Mobility Management (EMM) und Verwaltung von Cloud-Anwendungen hat Kaseya das Release 9.1 seiner zentralen System-Management-Lösung Virtual System Administrator (VSA) ergänzt. Nichts geändert hat sich an der Zielgruppe, also mittelständischen Unternehmen und Service-Providern, die eine Cloud-gestützte IT-Management-Lösung bevorzugen.

    Kaseya VSA - Dashboards von AuthEnvilNeu bei VSA ist unter anderem die Einbindung der Identity-and-Access-Management-Lösung (IAM) AuthEnvil. Sie besteht aus drei Kernkomponenten: einer Mehrfaktor-Authentifizierung, einem Single-Sign-on-Verfahren (SSO) sowie einem Passwort-Server. AuthEnvil stammt von Scorpion Software, einem Unternehmen, das Kaseya übernommen hat.

    Authentifizierung

    Mit der IAM-Lösung lässt sich unter anderem der Zugriff auf Cloud-Dienste vereinfachen, etwa auf Microsoft Office 365, Google Apps, Salesforce.com und die Cloud-Version von SharePoint und Lync. Laut Kaseya / Scorpion Software können solche Services innerhalb von Minuten an AuthEnvil angebunden werden.

    Bei der Mehrfaktor-Authentifizierung setzt Kaseya AuthEnvil vor allem auf Soft-Token in Verbindung mit mobilen Endgeräten. Unterstützt werden Apple iOS, Android, Windows Phone und Blackberry OS. Zusätzlich können auch hardwaregestützte Token verwendet werden.

    Erweiterte EMM-Funktionen und Cloud-Management-Features

    Auch das Enterprise Mobility Management (EMM) hat Kaseya bei VSA ausgebaut. Die entsprechende Produktlinie Kaseya MobileManage bietet das Unternehmen auch als separate Lösung an. VSA stellt demnach erweiterte Funktionen für die Verwaltung der Sicherheitseinstellungen und das Management von Kunden- beziehungsweise Nutzerdaten bereit. Leider fehlen Angaben darüber, welche Ergänzungen Kaseya im Detail vorgenommen hat.

    Der dritte große Block der Neuerungen betrifft die Verwaltung von Cloud-Anwendungen. Dies soll sich dank neuer Dashboard einfacher als bislang bewerkstelligen lassen. Als Plattform kommt dabei Kaseya 365 Command zum Zuge. Wie die Bezeichnung bereits andeutet, ist 365 Command auf das Management der Cloud-Services von Microsoft zugeschnitten, insbesondere von Office 365.

    Kaseya VSA - Management von Exchange-Online-MailboxenDarin eingeschlossen sind die Office-Suite von Microsoft, Exchange Online, der Online-Storage-Service OneDrive for Business, Skype for Business und SharePoint. Systemverwalter können mit 365 Command beispielsweise Nutzer und Nutzergruppen, Mailboxes sowie SharePoint- und OneDrive-Accounts zentral managen. Das gilt auch für die Berechtigungen der Administratoren. Sie lassen sich anhand eines rollenbasierten Modells steuern.

    Basisversion und Zusatzpakete für VSA

    Eine Übersicht mit den Basisfunktionen von Virtual System Administrator hat Kaseya auf dieser Web-Seite zusammengestellt. Zur Grundausstattung zählen unter anderem ein Patch- und Policy-Management, das Identifizieren, die Inventarisierung und das Monitoring von Clients, Servern und Netzwerkkomponenten sowie ein Ticketing-System. Außerdem können Administratoren wiederkehrende Aufgaben im Bereich System-Management automatisieren.

    Gegen Aufpreis erhältlich sind das EMM, das "Ausrollen" und Updaten von Software, außerdem eine Backup- und Service-Desk-Funktion sowie die Möglichkeit, Endpoint abzusichern. Somit kann sich ein Unternehmen die Module heraussuchen, die es für die Verwaltung seiner IT-Umgebung benötigt.

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