UCS 3.0: Linux mit Samba 4 als Domänen-Controller

    Die Bremer Univention GmbH veröffentlichte die Version 3.0 ihres Corporate Server. Zu den Neuerungen zählen die Integration von Samba 4, eine einheitliche Web-basierte Administrationskonsole, die Umstellung auf Debian 6.0 als Basisdistribution sowie das Update mehrerer Systemkomponenten auf aktuelle Versionen.

    Die bedeutendste Neuerung des Univention Corporate Server 3.0 ist zweifellos die Integration von Samba 4, wobei es sich laut Hersteller um die erste Verwendung in einem kommerziellen Produkt handelt. Es versetzt den UCS 3.0 in die Lage, als Domänen-Controller für Active Directory zu fungieren. Die Software unterstützt sowohl die Authentifizierung mittels Kerberos als auch die Verteilung von Gruppenrichtlinien. Das bisher genutzte Samba 3.x lässt sich nach wie vor einsetzen, was vor allem für Bestandskunden von Interesse sein dürfte.

    Zentrale Web-basierte Administration

    Das neue Release des Univention-Linux soll Administratoren die Arbeit durch eine neue Web-Konsole vereinfachen. Sie konsolidiert mehrere bisher separate Tools unter einer Oberfläche, aus der sich unter anderem der Verzeichnisdienst oder die Virtualisierungsfunktionen verwalten lassen.

    UCS 3.0 basiert nun auf Debian 6.0 und enthält mit Ausnahme der Spiele erstmals alle Packages aus dem Debian-Repository. Zur Renovierung der Fundamente zählt auch das Update der Hypervisor KVM und Xen auf den neuesten Stand sowie die Aktualisierung der integrierten Monitoring-Lösung Nagios.

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