PowerChute Network Shutdown v3.1 fährt Server geordnet herunter

    Strom ist immer da, vor allem im Server-Raum oder Rechenzentrum. Stimmt in der Regel auch. Doch wehe, wenn es doch einmal zu einem GAU kommt. Vor allem in Umgebungen, in denen viele Virtual Machines aktiv sind, und die auf wenigen Servern, dann kann ein Ausfall oder eine Stromspitze böse Folgen haben.

    Aber nicht, wenn die USV-Software PowerChute Network Shutdown v3.1 in Verbindung mit unterbrechungsfreien Stromversorgungen zum Einsatz kommt, so der Hersteller Schneider Electric IT Business. Die Software erhöht die Ausfallsicherheit von Server-Clustern, die an USV-Systeme angeschlossen sind.

    PowerChute Network Shutdown 3.1PowerChute Network Shutdown ist, wie das "Network" im Namen bereits andeutet, eine Netzwerklösung. Sie ist auf Server-Systeme zugeschnitten, die als Virtualisierungssoftware VMware oder Microsofts Hyper-V verwenden. Schneider Electric hat daher eine spezielle Funktion für vCenter und SCVMM integriert. Darüber steuert PowerChute die Stromversorgung der virtualisierten Server.

    Fällt die Stromversorgung aus, fährt die Software alle Server geordnet herunter. Das verhindert Datenverluste. Welche Server wann abgeschaltet werden, legt der Administrator fest, etwa aufgrund der installierten Anwendungen und der Zeit, in der diese geschlossen werden können. Eine weitere Funktion von PowerChute ist nicht nur im Fall von Stromausfällen hilfreich. VMs, die auf defekten Servern lagern, lassen sich auf andere physische Hosts transferieren.

    Bedienung über Web-Interface

    Die Bedienung der Software erfolgt über ein Web-Interface, ein Standard bei solchen Lösungen. Die grafische Oberfläche gibt einen Überblick über den Status der Server-Cluster und die daran angeschlossenen USV-Systeme. Auch die Konfiguration der Stromversorgungen erfolgt über diese Oberfläche.

    PowerChute Network Shutdown wird direkt an die Netzwerkkarte der USV angekoppelt. Neu bei Version 3.1 ist unter anderem der Support von IPv6. Die Software wird als virtuelle Applikation im Server-Cluster aufgesetzt. Für das Einrichten ist INI-Konfigurationsdatei in der Kommandozeile zuständig. Das erleichtert das Editieren der Datei und das Kopieren der Einstellungen, wenn sie auf ander PowerChute-Installationen transferiert werden sollen.

    Ebenfalls nicht in der Vorgängerversion enthalten waren die grafische Darstellung der Server-Cluster und die Option, PowerChute als Virtual Appliance unter VMware zu implementieren. Außerdem bietet die Version 3.1 die Möglichkeit, mithilfe von VMware vApps zu ermitteln, in welcher Reihenfolge die VM starten beziehungsweise einen Shutdown durchführen.

    Weitere Informationen über PowerChute Network Shutdown sind auf dieser Web-Seite von Schneider Electric beziehungsweise APC zu finden.

    Die Software unterstützt Windows-Server ab Version 2003, Red Hat Enterprise Linux (ab 5.10) sowie Ubuntu Linux Server (ab 12.04) sowie Suse Linux Enterprise Server (ab 11). Hinzu kommen VMware ESX und ESXi (ab Version 4.1) und Hyper-V 2008 und 2012. Wie zu erwarten, funktioniert PowerChute Network Shutdown mit USVs von APC beziehungsweise Schneider Electric. Welche das sind, ist in diesem PDF-Dokument nachzulesen.

    Keine Kommentare