Veeam mit Hochverfügbarkeits-Lösung für Hybrid Clouds

    Veeam Cloud Connect ist ein Bestandteil der Availability Platform for the Hybrid Cloud.Die Hochver­fügbarkeit von Workloads in virtu­ellen, physischen und Cloud-Umgebungen stellt die Veeam Availability Platform for the Hybrid Cloud sicher. Mit der Plattform können Admini­stratoren Daten und Appli­kationen in solchen "gemischten" IT-Infra­strukturen sichern und bei Bedarf wieder­herstellen, Stichwort Disaster Recovery (DR).

    Mit der Availability Platform von Veeam lassen sich "Recovery Service Level Objectives" (SLOs) von 15 Minuten definieren und einhalten. Das heißt, dass innerhalb einer Viertelstunde Daten und Applikationen wieder verfügbar sind, nachdem es zu einem gravierenden Systemausfall gekommen ist. Zudem unterstützt die Plattform den Schutz von Workloads, egal, ob diese auf virtuellen oder physischen Systemen laufen und unabhängig von deren Standort.

    Basis: Veeam Availability Suite 9.5

    Das Herzstück der Hochverfügbarkeits-Lösung des Anbieters bildet die Veeam Availability Suite 9.5. Sie soll im Oktober auf den Markt kommen. Die Suite kombiniert Funktionen wie Backup, Restore und Replizierung mit Features wie Monitoring, Kapazität­splanung und Reporting. Zu den Neuerungen von Ausgabe 9.5 zählen unter anderem das "Restoring" und Migrieren von VMs in Microsofts Azure-Cloud. Damit steht Anwendern eine standort­unabhängige Sicherungs­ebene für Informations­bestände zur Verfügung.

    Zudem unterstützt v 9.5 Windows Server 2016, inklusive Hyper-V 2016, Nano-Servern und Storage Spaces, außerdem Nimble-Storage-Snapshots und VMware vCloud Director. Die letztgenannte Funktion ist vor allem für Service Provider wichtig, die ihren Kunden Cloud-Dienste wie Infrastructure as a Service (IaaS) zur Verfügung stellen möchten. Insgesamt, so Veeam, wurden in die Availability Suite 9.5, an die 100 neue Funktionen integriert.

    Disaster-Recovery-Maßnahmen "orchestrieren"

    Eine neue Komponente der Availability Platform for Hybrid Clouds ist der Veeam Availability Orchestrator. Mit diesem Tool können IT-Fachleute Disaster-Recovery-Pläne erstellen, aufeinander abstimmen, testen und dokumentieren. Diese Orchestrierung von Backup-Daten und Replicas erfolgt weitgehend automatisch. Das wiederum, so Veeam, reduziert die Fehlerquote, die ansonsten bei manueller Bearbeitung auftritt.

    Veeam-Agents für Windows und Linux stellen die Verfügbarkeit entsprechender Workloads sicher.Im Rahmen der Tests können Administratoren beispielsweise testen, wie schnell geschäfts­kritische Workloads wie Microsoft SQL oder Exchange wieder zur Verfügung stehen. Entsprechende Reports werden allen IT- und Geschäftsverantwortlichen zur Verfügung gestellt. Zudem lassen sich die Berichte für Compliance-Prüfungen heranziehen.

    Availability Console als Steuerzentrale

    Für Service Provider und Unternehmen mit größeren, verteilten IT- beziehungsweise Cloud-Umgebungen ist die Availability Console gedacht. Diese für die Cloud ausgelegte "Steuerzentrale" ist für diverse Management-Aufgaben ausgelegt.

    Dazu zählen das "Onboarding" neuer Kunden beziehungsweise entsprechender Daten­sicherungs­pläne im Unternehmen. Gleiches gilt für das Remote-Management und Monitoring von Backup-Läufen in firmeneigenen Rechen­zentren, Cloud-Datacentern oder Außenstellen. Die Konsole ist zudem für die Abrechnung der genutzten Ressourcen zuständig. Auch dies bezieht sich auf Services der hausinternen IT-Abteilung sowie von externen Providern.

    Weitere Funktionen

    Zusätzlich stellt die Veeam Availability Platform for the Hybrid Cloud folgende Features bereit:

    • Agents für Windows und Linux: Sie stellen sicher, dass Datensicherungen von Windows- und Linux-Servern und entsprechenden Workstations in der gewünschten Weise erfolgen. Das gilt für Daten und Applikationen sowie für "Endpoints" wie Tablet-Rechner und Notebooks.
    • Veeam Cloud Connect: Diese Software vereinfacht das Backup und die Recovery Cloud-basierter Anwendungen. Anwender können damit Daten in öffentlichen (Public), privaten und Managed Clouds Daten sichern, replizieren und wiederherstellen. Veeam vermarktet Cloud Connect als "Disaster Recovery as a Service" (DRaaS).

    Überblick über die Komponenten der Veeam Availability PlatformEingeschlossen sind eine durchgängige Verschlüsselung der Daten, ein optimierter Transfer der Daten über Weitverkehrsnetze in ein Cloud-Rechenzentrum sowie die Kontrolle von Datensicherungen und Wieder­herstellungs­prozessen über eine zentrale Konsole.

    Ausblick auf Version 10

    Veeam kündigte außerdem für die Version 10 der Veeam Availability Suite die Integration der Speicherprodukte IBM Storwize und IBM SVC an. Die Version 10 soll auf Konferenz VeeamON 2017 des Anbieter vorgestellt werden. Sie findet vom 16. bis 18. Mai 2017 in New Orleans (USA, Bundesstaat Louisiana) statt.

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