Veeam kündigt Orchestrator v2 an, Ausblick auf Backup & Replication v10

    VeeamOn 2019Veeam nutzte seine Kon­ferenz VeeamON, um neue Produkt­versionen und seine künftige Road­map vorzu­stellen. So kün­digte der Hersteller die Verfüg­barkeit von Orchestrator v2 an, mit dem sich das Disaster Recovery weit­gehend auto­mati­sieren lässt. Backup & Replication v10 liegt als Beta vor und soll noch heuer erscheinen.

    Der Hersteller von Lösungen für Backup und Data Protection betonte auf der Veranstaltung immer wieder seinen hybriden Ansatz, der aus einem Zusammen­spiel lokaler IT und der Cloud besteht. Den Anspruch auf Markt­führerschaft unterstrich er mit der Bekannt­machung, erstmalig die Grenze von 1 Mrd. US-Dollar an Auftrags­volumen überschritten zu haben.

    Veeam Availability Orchestrator v2 freigegeben

    Der Veeam Availability Orchestrator (VAO) ist nun in Version 2 verfügbar. Das Tool für das Disaster Recovery wurde unter anderem um Automa­tisierungs­funktionen sowie fortge­schrittene Fähigkeiten für Doku­mentation und Reporting ergänzt.

    Das neue Feature "Restore Plans" ermöglicht Wieder­herstellungen in der DR-Site auf Basis von Backups, die mit der Veeam Availability Suite erstellt wurden. Dieser Ansatz ist laut Hersteller weniger komplex und bandbreiten­intensiv als die Nutzung von Replikation, was bislang die einzige Option darstellte.

    Unternehmen haben damit die Möglichkeit, jegliche Applikationen in das DR-Schema aufzu­nehmen und den Schutz ihrer kritischen Daten damit erheblich zu erweitern. Der Orchestrator findet und überträgt die jeweiligen Backups automatisch.

     Der Availability Orchestrator v2 automatisiert den Aufbau von DR-Sites sowie die Restore-Prozesse.

    Kernstück des Tools ist die Orchestrierung aller notwendigen Schritte für den Restore-Prozess bis hin zum Umschalten von der Produktiv- auf die DR-Umgebung. Damit kann die automatische Wieder­herstellung kompletter Applikationen inklusive ihrer Abhängig­keiten gewähr­leistet werden. Beim Erstellen von Restore-Plänen können jetzt auch die gewünschten RPO- und RTO-Zeiten berücksichtigt werden.

    Der neue Readiness-Check unterstützt Admins beim Aufsetzen einer funktions­fähigen DR-Site und prüft zugleich, ob die zuvor definierten RPO- und RTO-Ziele erfüllt werden können. Fehler in der Umgebung oder im Plan meldet das Reporting automatisch.

    Bei laufenden Restores haben Administratoren jetzt direkte Sicht auf die Konsolen der beteiligten VMs und können darüber etwaige Fehler schneller und einfacher identifizieren.

    Im Availability Orchestrator v2 lassen sich RTO- und RPO-Ziele definieren, deren Einhaltung er schon im Voraus überprüft.

    Mittels der neu eingeführten Scopes lässt sich die Verwaltung mehrerer DR-Sites in einem zentralen VAO-Server bündeln. Granulare Berechtigungen erlauben auch ein mandantenfähiges Setup.

    Die Software unterstützt das automatisierte Testing des Restores in der DR-Site. Dabei können in diesen abgeschotteten Umgebungen beispiels­weise auch Patches und Updates der Applikation überprüft werden. Außerdem stellt Veeam eine umfangreiche Bibliothek an vordefinierten Tests zur Verfügung, die um eigene Scripts erweitert werden können. 

    Veeam Availability Suite v10 in Sicht

    Das nächste Release des Veeam-Kernprodukts verspätet sich weiter. Mit einem Release noch in diesem Jahr darf jedoch gerechnet werden. Der Hersteller zeigte auf der VeeamON mehrere neue Komponenten im Beta-Stadium.

    Version 10 wird NAS-Backups ermöglichen und dabei unter­schiedlichste Datenquellen unterstützen. Der Cloud Tier wird dafür sorgen, dass Daten­sicherungen in das Object Storage etwa von AWS S3 kopiert werden können - mit einem Wieder­herstellen und direkten Starten aus dem Cloud-Speicher heraus.

    Instant Recovery soll eine sofortige Wieder­herstellung von Backups in eine VMware- oder Hyper-V-VM erlauben, unabhängig davon, welche VM ursprünglich gesichert wurde. Zudem wird es möglich sein, mit Veeam B&R v10 Cloud-native Backups in bzw. von Azure zu erstellen.

    Secondary Storage API

    Ebenfalls auf der VeeamON präsentierte das Unternehmen ein neues "with Veeam"-Programm. Es richtet sich an Anbieter von Enterprise Storage und hyper­konvergenten Infrastrukturen (HCI), um integrierten Sekundär­speicher anzubieten.

    Mit ExaGrid und Nutanix wurden bereits entsprechende Lösungen angekündigt, welche die neue umfassende Veeam-API zur Integration der Veeam-Software nutzen werden.

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