Veeam veröffentlicht Backup & Replication 7

    Rund drei Monate nach der Ankündigung von Backup & Replication 7 bringt Veeam das neueste Release seiner Software für Datensicherung und Disaster Recovery auf den Markt. Zu den Neuerungen zählen das Kopieren von Backup-Dateien über WAN-Strecken, Virtual Lab für Hyper-V und Replicas, die Unterstützung für Bandlaufwerke, ein Plugin für den vSphere Web Client sowie Support für vCloud Director.

    In Backup & Replication 7 baut der Hersteller sein Konzept der Data Protection weiter aus, indem er die Replikation um WAN-Optimierung ergänzt. Sie verbessert das Übertragen von Backup-Dateien zu einer Remote-Site. Die WAN-Optimierung ist Bestandteil der neuen Backup Copy Jobs, mit deren Hilfe Backup-Dateien in ein anderes Repository oder an einen anderen Standort übertragen werden können.

    Verifizierung von Hyper-V-Backups

    Eine weitere wichtige Neuerung besteht in Virtual Labs für Replicas und Hyper-V-Backups. Seine Aufgabe besteht darin, VMs direkt auf Basis deduplizierter und komprimierter Backup-Dateien zu booten, so dass man ihre Funktionstüchtigkeit überprüfen kann. Bisher war dieses Feature nur für VMware verfügbar.

    Wenn Backups offsite archiviert werden, dann beschleunigt die neue WAN-Optimierung den Transfer über leistungsschwache Netze.

    Backup aus SAN-Snapshots

    Bis dato sicherte Veeam Backup & Replication virtuelle Maschinen auf Basis von Snapshots, die vom Hypervisor erstellt werden. Die Version 7 fügt die Möglichkeit hinzu, SAN-Snapshots für diesen Zweck zu nutzen. Derzeit unterstützt dieses Feature nur Storage-Systeme von HP, nämlich StoreVirtual VSA, HP Store Virtual (LeftHand, P4000) und HP StoreServ (3PAR). Veeam plant jedoch, das Backup von SAN-Snapshots auf Systeme anderer Hersteller auszudehnen.

    Sicherung auf Band

    Eine verbreitete Anforderung an die Datensicherung besteht darin, Backups außerhalb des Rechenzentrums aufzubewahren. Veeam setzt für das Disaster Recovery bisher auf die Replikation zu anderen Standorten oder mit der kürzlich vorgestellten Cloud Edition auf die Übertragung der Backups zu externen Providern.

    Aufgrund zahlreicher Kundenanfragen ergänzt Veeam seine Software in der Version 7 jedoch um Tape-Support. Als Ziel kommen sowohl Virtual Tape Libraries (VTLs), Tape Libraries und Standalone-Laufwerke in Frage. Die Archivierung lässt sich unter anderem so konfigurieren, dass Backup-Dateien immer automatisch auf Band geschrieben werden, sobald sie durch einen Sicherungs-Job geändert werden.

    Support für vCloud Director und vSphere Web Client

    Weitere Neuerungen von Backup & Replication 7 verbessern die Unterstützung für VMware. Zum einen ist es nun in der Lage, VMs zu sichern und wiederherzustellen, die von vCloud Director verwaltet werden.

    Zum anderen bringt es ein Plugin für den vSphere Client, so dass sich alle wesentlichen Aufgaben der Datensicherung und -wiederherstellung aus der Browser-Oberfläche erledigen lassen. VMware möchte mit dem nächsten Release von vSphere den Windows-Client endgültig durch das Web-Frontend ersetzen.

    Preise und Verfügbarkeit

    Veeam Backup & Replication 7 ist ab sofort verfügbar. Der Listenpreis beträgt pro Sockel für die Standard Edition 620 Euro, für die Enterprise Edition 1000 Euro und für die Enterprise Plus Edition 1600 Euro.

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