Vergleich: Microsoft VDI, Citrix XenDesktop, VMware View


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    Varianten von virtuellen DesktopsDie Consultants von PQR veröffentlichten eine aktualisierte Version ihres VDI Smackdown, der mehrere Lösungen für die Virtualisierung von Desktops vergleicht. Die Übersicht berücksichtigt die neuesten Ausführungen von Microsoft VDI, Citrix XenDesktop, Citrix VDI-in-a-Box, VMware View und Dell vWorkspace.

    Bei der Marktanalyse von PQR handelt es sich nicht bloß um eine Vergleichstabelle für Produkte zur Desktop-Virtualisierung, sondern um ein 87 Seiten starkes Whitepaper, das alle wesentlichen Technologien, Produkte und Hersteller beleuchtet. Ein erheblicher Teil des Dokuments widmet sich der Diskussion um den aktuellen Stand von VDI und beschreibt, welche Fortschritte die Anbieter zuletzt mit ihren Lösungen erzielt haben.

    Hersteller entschärfen Storage-Problem

    Interessant daran ist, dass sie nun viele Probleme in den Griff bekommen, die in den frühen Produktgenerationen die Kosten in die Höhe trieben und damit viele Anwender abschreckten. Allerdings werden diese Verbesserungen kaum noch wahrgenommen, wogegen die frühen Implementierungen vor 3 oder 4 Jahren auf dem Höhepunkt des Hypes übermäßige Aufmerksamkeit erhielten.

    Zu neuen Entwicklungen gehört vor allem, dass die Notwendigkeit für ein SAN überhaupt entfällt oder zumindest der Speicherverbrauch auf einem Shared Storage erheblich reduziert wird. Zu diesem Zweck setzen die Hersteller einerseits auf Technologien, die lokale Laufwerke des Hosts nutzen und dennoch eine Migration von VMs erlauben. Dies gehört etwa zum grundlegenden Konzept von VDI-in-a-Box, das aktuell in der Version 5.2 vorliegt.

    Andererseits dienen verschiedene Ansätze für das Layering dazu, einzelne Komponenten des Desktops auszugliedern, so dass möglichst viele User ein gemeinsamen Windows-Image teilen können. Benutzerspezifische Daten, Konfigurationen und Anwendungen werden getrennt davon gespeichert. Damit bietet sich eine handhabbare Alternative zu den starren Modellen von Pooled versus Private Desktops. Ihr Nachteil liegt entweder in hohem Verbrauch von Speicherplatz und schlechter Wartbarkeit (Private Desktops) oder in einer eingeschränkten Benutzererfahrung (Pooled Desktops).

    Verschiedene Tools für das Desktop-Layering

    Diese Auftrennung der Desktops wird entweder durch entsprechende Features in den Plattformen erreicht, beispielsweise durch Storage Layering auf der Ebene des Hypervisors oder durch das VDI-System selbst. Entsprechende Funktionen bietet etwa Citrix mit Personal vDisk oder Microsoft mit den User Profile Disks in Windows Server 2012.

    Die Autoren des VDI Smackdown besprechen darüber hinaus ausführlich Tools von Drittanbietern, die diese Aufgabe übernehmen, beispielsweise Unidesk oder VMware Mirage.

    Detaillierte Vergleichstabellen

    Die eigentliche Produktanalyse besteht aus zwei Abschnitten. Zum einen stellen die Autoren von PQR eine Reihe von Lösungen einzeln in Form von Portraits dar. Hier berücksichtigen sie auch Software, die im Markt eine geringe Rolle spielt, beispielsweise das von Sun stammende Oracle VDI oder Red Hat Enterprise Desktop Virtualization.

    Das Thema Management ist nur eines unter vielen im detaillierten Vergleich der VDI-Lösungen.

    Der detaillierte Vergleich in tabellarischer Form beschränkt sich dagegen auf Citrix, Microsoft und VMware. Mit im Boot ist auch Dell, das durch die Übernahme von Quest mit vWorkspace ein eigenes Produkt besitzt. Diese ausgiebige Gegenüberstellung von Funktionen erstreckt sich über mehrere Seiten und beleuchtet alle relevanten Aspekte in dieser Produktkategorie. Hier liegt der besondere Wert des Dokuments für eine Evaluierung der Plattformen.

    Der VDI Smackdown kann von der Website des IT-Beratungsunternehmens heruntergeladen werden (PDF).

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    Bild von Wolfgang Sommergut
    Wolfgang Sommergut hat lang­jährige Erfahrung als Fach­autor, Berater und Kon­ferenz­sprecher zu ver­schie­denen Themen der IT. Da­ne­ben war er als System­ad­mi­ni­stra­tor und Con­sultant tätig.
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