Silverpeak: WAN-Optimierung für vSphere 6 Replication


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    Auf der VMware-Partnerkonferenz "VMware Partner Exchange 2015", die am 5. Februar in San Francisco zu Ende ging, gab Silver Peak bekannt, dass seine WAN-Optimierungssoftware jetzt auch mit Version 6 von VMware vSphere Replication zusammenarbeitet. Mit vSphere Replication lassen sich Virtual Machines in ein anderes (Ausweich-)Rechenzentrum oder ein Cloud-Datacenter kopieren beziehungsweise replizieren.

    Silver Peak - Virtual Appliances für Replizierung von VMDies ist vorzugsweise für Anwender wichtig, die Wert auf eine hoch verfügbare IT-Umgebung legen. Die replizierten VM lassen sich mit dem vSphere-Web-Client wiederherstellen. Das ist auch für kleinere IT-Umgebungen ein gangbarer Weg. Wer mehr Geld investieren will, kann zu einer kompletten Software-Suite für Disaster Recovery greifen, etwa VMware vCenter Site Recovery Manager. Ein Vorteil von vSphere Replication: Die Lösung setzt keine Storage-Arrays eines speziellen Anbieters voraus.

    Lahme WAN-Verbindungen auf Trab bringen.

    Silver Peak stellt für vSphere Replication 6 virtualisierte WAN-Optimierungs-Appliances der Reihe VRX bereit. Diese Systeme beschleunigen die Datensicherung über Weitverkehrsverbindungen. Das erfolgt mithilfe von Verfahren wie dem Deduplizieren mehrfach vorhandener Daten, und zwar auf der Byte-Ebene. Zudem stellen die Appliances verloren gegangene Datenpakete wieder her und kompensieren zu hohe Latenzzeiten (Latency).

    Laut Silver Peak führende qualitative Mängel von WAN-Leistungen oft dazu, dass beispielsweise eine Internet-VPN-Verbindung statt der gebuchten 45 MBit/s real nur 20 bis 22 MBit/s zur Verfügung stellt. Müssen 64 GByte Daten repliziert werden, dauert das dann zwischen 6 und 7 Stunden. Mit WAN-Optimierung soll die Replizierung derselben Datenmenge dagegen nur etwa 24 Minuten dauern, so zumindest Silver Peak.

    VMware - vSphere Replication für Sicherung von Virtual MachinesAllerdings tragen auch Funktionen von vSphere Replication zur Beschleunigung der Replizierungsläufe bei. Wie VMware auf dieser Web-Seite erläutert, wird zu Beginn der Replizierung einmalig eine komplette "Seed Copy" der Virtual Machines in das zweite Datacenter übermittelt. Anschließend prüft vSphere Replication, welche Daten sich geändert haben und überträgt nur diese Änderungen (das "Delta") in das andere Rechenzentrum.

    Vier Versionen verfügbar

    Im Marketplace von Silver Peak stehen derzeit vier Appliances zum Herunterladen bereit, die für Data Replication prädestiniert sind. Interessenten können dort auch eine kostenlose Testversion downloaden. Das Einstiegsmodell VRX-2 unterstützt Datenraten von bis zu 20 MBit/s und kostet 2.764 Dollar pro Jahr im Rahmen eines Abo-Modells. Der Festpreis beträgt 5.724 Dollar.

    Daneben gibt es noch VRX-Versionen für 100 und 300 MBit/s. Die größte Virtual Appliance ist nur für Großfirmen interessant: Die VRX-8 ist für bis zu 1 GBit/s ausgelegt, kostet dafür aber auch stolze 38.731 Dollar pro Jahr.

    Die Virtual Appliances lassen sich nicht nur zusammen mit vSphere einsetzen. Unterstützt werden alle gängigen Hypervisors, also auch Microsoft Hyper-V, Citrix XenServer und KVM.

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