VMware erweitert Lösungen für Endpoint-Management und VDI

    VMware bringt in Kürze ein Unified Endpoint Management für Windows-10-Systeme.Etliche Erweiterungen seiner Software-Pakete für die Verwaltung von Endgeräten und virtualisierte Desktops (Virtual Desktop Infrastructure, VDI) hat VMware auf der VMworld in den USA vorgestellt. Neu ist der Cloud-Service für das Endpoint-Management von Windows-10-Systemen.

    Allerdings hielt sich VMware mit Details zum Unified Endpoint Management noch zurück. Einige Informationen sind in diesem Post im Airwatch-VMware-Blog zu finden.

    Demnach ist das Hauptziel der Lösung, die Verwaltung von Desktop-Systemen und mobilen Endgeräten auf einer Cloud-basierten Management-Plattform zusammenzufassen. Den Schwerpunkt bilden dabei Windows-10-Systeme.

    Self-Service-Softwarekatalog und EMM

    Bestandteile von VMware Unified Endpoint Management sind Funktionen für die Absicherung der Systeme selbst und der Daten, die auf ihnen gespeichert beziehungsweise bearbeitet werden. Damit keine sensiblen Informationen in falsche Hände geraten, ist außerdem ein Enterprise Mobility Management (EMM) vorhanden.

    Für die Software-Verteilung soll ein App-Katalog bereitstehen. Über ihn können die User eigenständig native und Web-Applikationen, virtualisierte Anwendungen und sogar Win32-Apps herunterladen und auf ihren Endgeräten installieren.

    Patch-Management

    Beim Patch-Management können Administratoren im Vorfeld eine Auditierung von jedem Windows-Update vornehmen. Dies stellt sicher, dass durch den Patch keine Compliance-Vorgaben ausgehebelt werden. Zudem stehen Funktionen für die Inventarisierung der Betriebssystemversionen auf den Endgeräten und der vorhandenen Updates und Patches bereit.

    Da es sich bei VMware Unified Endpoint Management um eine Cloud-Lösung handelt, müssen IT-Abteilungen keine WSUS-Infrastruktur (Windows Systems Update Service) aufbauen und verwalten.

    Feinschliff für VMware Horizon

    Überarbeitet hat VMware außerdem die VDI-Lösung VMware Horizon. Der Hersteller hat laut diesem Blog-Beitrag unter anderem den Bandbreiten-Bedarf von Blast Extreme, VMwares Version des H.264-Protokolls, deutlich reduziert. Dieser soll beim Übermitteln von Bilder sechs Mal geringer ausfallen. Bei Audio-Streaming beträgt die Einsparung rund 15 Prozent.

    Die SwiftPoint-Maus soll das Handling von virtuellen Desktops auf iOS-Systemen erleichtern.Durch die Zusammenarbeit mit Riverbed konnte außerdem die Performance bei Nutzung von Weitverkehrs­verbindungen (WANs) verbessert werden. Der Einsatz der GRID-Technik von Nvidia soll wiederum die Latenzzeiten bei 3D-Grafikapplikationen, etwa im CAD/CAM-Bereich, um 24 ms reduzieren.

    Die Bedienung von virtuellen Desktops auf Tablets wie dem iPad und anderen iOS-Endgeräten wird durch den Einsatz der SwiftPoint-Maus (siehe Bild) vereinfacht.

    Weitere Neuerungen

    Zu den weiteren neuen oder ergänzten Features von VMware Horizon zählen:

    • die Unterstützung von 70 weiteren Endgeräten, etwa den Thin- beziehungsweise Zero-Clients von IGEL, Dell, Fujitsu und HP,
    • Support von Blast Extreme für Raspberry-Pie-Systeme; allerdings befindet sich das Projekt noch in einem sehr frühen Stadium,
    • Unterstützung von 120 Usern pro Server,
    • Zusammenarbeit von VMware Horizon mit Windows Server 2016 und Windows 10 (Anniversary Edition) sowie
    • neue Applikationen für den Horizon Air Hybrid Mode von Dell, EMC, Hitachi Data Systems und QCT für das Bereitstellen von virtuellen Desktops und Anwendungen.

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