VMware kündigt vSphere+ Standard Edition an


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    VMware vSphere+Mitte dieses Jahres stellte VMware seine Hybrid-Cloud-Lösung vSphere+ vor, bei der die Workloads weiterhin bevorzugt im lokalen Rechen­zentrum der Kunden laufen, aber das Management über die Cloud erfolgt. Sie richtete sich an Anwender von vSphere Enterprise Plus, während die neue Edition die Nutzer der Standard Edition anspricht.

    VMware vSphere+ ist das Ergebnis des im letzten Jahr angekündigten Project Arctic. Es trans­formiert vSphere in eine hybride Lösung, das virtuelle Maschinen weiterhin auf lokalen ESXi-Hosts ausführt, während diese über eine Cloud-Konsole verwaltet werden.

    VMware nennt mehrere Vorteile dieser Konstellation:

    • Vorhandene Installationen von vSphere erfordern keine Anpassungen, um in den Genuss von Cloud-Services zu kommen. Sie müssen nur um ein Cloud-Gateway ergänzt werden, eine Migration von VMs ist nicht nötig.
    • Über die Cloud-Konsole erhalten Admins einen Überblick über alle vSphere-Infrastrukturen an allen Standorten und Niederlassungen.
    • Die zentrale Verwaltung aller vSphere-Ressourcen vereinfacht und beschleunigt die Wartung, weil Workloads auf beliebige Cluster umgeschichtet werden können. Sie begünstigt auch eine übergreifende Kapazitätsplanung.
    • Die Nutzung lokaler Ressourcen gewährleistet niedrige Latenzen, gute Performance und kalkulierbare Kosten.
    • Ergänzende Services aus der Cloud, etwa für das Disaster Recovery, lassen sich einfach einbinden

    Aufbau von vSphere+, bestehend aus lokalen Ressourcen und einem zentralen Cloud-Management

    Die erste Iteration von vSphere+ setzte lokal auf die Edition Enterprise Plus auf. Viele kleinere und mittlere Unternehmen nutzen indes die Standard Edition, die sich auf die Basisfunktionen der x86-Virtualsierung beschränkt.

    Mit vSphere+ Standard Edition spricht VMware nun diese Kunden an. Sie ergänzt die kleinere vSphere-Ausführung ebenfalls um eine Cloud-basierte Konsole und bietet damit die gleichen Vorteile wie vSphere+ für Enterprise Plus.

    Lizenzierung

    Wie die größere Ausführung ist auch vSphere+ Standard Edition nur über ein Abonnement erhältlich. Die Lizenzierung erfolgt dabei nicht mehr wie on-prem per Prozessor, sondern pro Core. Anwender dürfen jedoch beliebig viele Instanzen von vCenter Standard verwenden.

    Nachdem die Hybridlösung vor allem Bestandskunden anspricht, die permanente Lizenzen für das lokale vSphere bereits erworben haben, bietet VMware über ein Subscription Upgrade Program (SUP) günstigere Konditionen an.

    Eine CPU-Lizenz rechnet der Hersteller dabei auf bis zu 32 CPU-Kerne an, die bekanntlich auch on-prem das Limit für ein Lizenz darstellen. Im Rahmen des SUP bezahlt der Kunde dann aber nur für 16 Cores. Nach Ende der Laufzeit und mit der Erneuerung des Abonnements fallen indes die vollen Kosten für alle installierten Cores an.

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    Bild von Wolfgang Sommergut
    Wolfgang Sommergut hat lang­jährige Erfahrung als Fach­autor, Berater und Kon­ferenz­sprecher zu ver­schie­denen Themen der IT. Da­ne­ben war er als System­ad­mi­ni­stra­tor und Con­sultant tätig.
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