VMware stellt universelle Cross-Cloud-Architektur vor


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    VMware Cross-Cloud - Die KernelementeVMware nutzt auch die diesjährige VMworld in Las Vegas, um neue Strategien und Produkte vorzu­stellen. Ein zentrales Thema war die Cross-Cloud-Archi­tektur des Anbieters. Sie soll es ein­facher machen, Workloads in Private und diversen Public Clouds gemein­sam zu verwalten, sprich zu Hybrid-Clouds zusammenzufassen.

    Ein Eckstein von Cross-Cloud ist VMwares Netzwerk-Virtualisierungs-Software NSX. Sie dient gewisser­maßen als Bindeglied zwischen Private Clouds in Unternehmens­rechenzentren sowie den Public Clouds führender Anbieter. Dazu zählen die Amazon Web Services, Microsoft (Azure), Google (Google Cloud Platform, GCP) sowie IBM (Softlayer).

    Weitere Bestandteile der Cross-Cloud-Architektur sind VMware Cloud Foundation, die vRealize-Management-Plattform sowie Cross-Cloud-Services.

    Als SaaS bereitgestellt

    Auf der VMworld war eine Vorabversion ("Technical Preview") der Cross-Cloud-Services zu sehen. VMware will die Dienste im Rahmen eines Software-as-a-Service-Modells (SaaS) vermarkten. Anwender haben dann die Möglichkeit, Daten und Workloads zwischen unterschiedlichen Clouds hin und her zu bewegen, und das unabhängig von Cloud- und Hardware-Plattformen. NSX stellt sicher, dass die entsprechenden Netzwerk-Ressourcen gewissermaßen "mit wandern", gleich, welche Router oder Switches involviert sind.

    Admini­stratoren können zudem Sicherheits­richtlinien zentral definieren und überwachen. Die Implementierung, Verwaltung und Migration von Anwen­dungen und Daten über die Grenzen von Clouds hinweg funktioniert zudem unabhängig vom eingesetzten Hypervisor. Das heißt, es ist nicht zwingend vSphere erforderlich.

    Erste Cross-Cloud-Dienste

    Auf der VMworld US kündigte VMware Cross-Cloud-Dienste für folgende Aufgaben an:

    • Discovery und Analytics: Damit lassen sich Public-Cloud-Anwendungen identifizieren, implementieren und steuern.
    • Compliance und Sicherheit: Die Grundlage bilden eine Mikrosegmentierung und ein Monitoring von Applikationen. Zudem werden alle Daten in der Cross-Cloud-Umgebung verschlüsselt. Das ist vor allem für Applikationen wichtig, die in einer Public Cloud angesiedelt sind, jedoch auf Datenbanken in einer Private Cloud (Unternehmens-Datacenter) zugreifen.
    • Bereitstellung und Migration: Dieser Service ermöglicht es, Anwendungen über mehrere Clouds hinweg (Cross-Cloud) bereitzustellen und zu verwalten.

    VMware Cloud Foundation

     VMware Cloud FoundationEbenfalls noch in Entwicklung ist VMware Cloud Foundation, eine Software-Kollektion für den Aufbau und die Verwaltung von Software-Defined Data Centers (SDDC). Sie kombiniert VMware vSphere und VMware Virtual SAN mit NSX. VMware stuft Cloud Foundation als hyperkonvergente Plattform ein. Dies zeigt, in welche Richtung der Hersteller damit zielt: Hyperconvergence-Lösungen wie die von Nutanix, HPE, Cisco oder Simplivity.

    Der wichtigste Bestandteil von Cloud Foundation ist SDDC Manager. Mit dieser Software können Administratoren den Cloud-Software-Stack von VMware verwalten. Angeblich benötigen Anwender sechs bis acht Mal weniger Zeit, um mit SDDC Manager eine Cloud-Infrastruktur aufzubauen. Zudem, so zumindest VMware, lassen sich die Betriebskosten um etwa 30 bis 40 Prozent reduzieren.

    Wie das Ganze funktioniert

    Technisch setzt eine Cross-Cloud auf Agents auf, die in Virtual Machines laufen. Diese Agents enthalten einen Virtual Switch, der mit anderen Instanzen kommuniziert. Diese können in einer Public Cloud oder dem hauseigenen Rechenzentrum angesiedelt sein. Hinzu kommt ein externes Gateway, über das die NSX-Software mit einer zentralen Control Plane kommuniziert.

    Cloud Foundation wiederum soll als schlüsselfertige Lösung für Private Clouds verfügbar sein. In diesem Fall handelt es sich um VxRack-Systeme von VMwares Muttergesellschaft EMC. Außerdem sind Virtual-SAN-Ready-Nodes von Dell, HPE und QCT verfügbar, die sich mit der Cloud-Foundation-Software kombinieren lassen.

    VMware Cloud Foundation soll im dritten Quartal 2016 verfügbar sein, ebenso die Cloud-Foundation-Version für IBM Softlayer.

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    Bild von Bernd Reder

    Bernd Reder ist seit über 20 Jahren als Journalist zu den Themen IT, Netzwerke und Telekommunika­tion tätig. Zu seinen beruflichen Sta­tionen zählen unter anderem die Fachtitel "Elektronik" und "Gateway".Bei der Zeitschrift "Network World" war Reder als stellver­tretender Chefredakteur tätig. Von 2006 bis 2010 baute er die Online-Ausgabe "Network Computing" auf.Derzeit ist Bernd Reder als freier Autor für diverse Print- und Online-Medien sowie für Firmen und PR-Agenturen aktiv.
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