VMware vCenter Multi-Hypervisor Manager 1.1 für Hyper-V 2012

    Vor rund einem halben Jahr stellte VMware den vSphere Multi-Hypervisor Manager vor, mit dem sich über vCenter auch Hyper-V-Hosts verwalten lassen. Die bevorstehende Version 1.1 bringt einige wesentliche Erweiterungen des ursprünglich eher mager ausgestatteten Tools. Dazu zählen der Support für Hyper-V 2012, die Konvertierung von VMs während des laufenden Betriebs sowie eine höhere Skalierbarkeit.

    Die Software besteht aus 3 Modulen, nämlich aus dem MHM-Server, einer vCenter-Erweiterung und einem Plugin für den vSphere Client. Damit erlaubt sie damit die Administration von Hosts unter Hyper-V und ESXi unter der gleichen Oberfläche. Darüber hinaus gelten die vCenter-Berechtigungen einheitlich für die Verwaltung beider Hypervisor. Der von VMware neuerdings favorisierte vSphere Web Client wird indes nicht unterstützt.

    Basisfunktionen für das Hyper-V-Management

    Der grundsätzliche Funktionsumfang von Multi-Hypervisor Manager ändert sich auch in der Version 1.1 nicht wesentlich, die unterstützten Operationen für Hyper-V sind:

    • Auflisten vorhandener Hosts und VMs
    • Anlegen und Konfigurieren von virtuellen Maschinen
    • Editieren der Einstellungen von VMs
    • Power-Funktionen wie Ein- und Ausschalten von Hosts und VMs
    • Verbinden sowie Trennen von CD/DVD-Laufwerken mit bzw. von VMs

    Diese Funktionen lassen sich nun aber auch auf die neueste Version von Hyper-V anwenden, die zum Lieferumfang von Windows Server 2012 gehört. Das Tool unterstützt aber auch weiterhin die älteren Ausführungen des Microsoft-Hypervisors.

    Migration von VMs mit vSphere Converter

    Die neu hinzugekommene Möglichkeit zur Migration von VMs unter Hyper-V nach vSphere erfordert die separate Installation von vCenter Converter Standalone 5.1. Eine weitere Verbesserung von MHM 1.1 besteht in der Erhöhung des Limits für die Zahl der damit administrierbaren Hyper-V-Hosts. Das Tool unterstützt nun bis zu 50 Server, bisher waren es nur 20.

    Die Software liegt derzeit ebenso wie der Converter 5.1 in einer Betaversion vor. Sie setzt vSphere 5.1 voraus und zwar mindestens in der Standard Edition. Sie kann kostenlos von der Website des Anbieters heruntergeladen werden.

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