VMware verkündet Aus für vCenter unter Windows und vSphere Flash-Client


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    VMware kündigte das Ende von vCenter für Windows an.Seit der Einführung in vSphere 5 holte das Linux-basierte vCenter Server Appliance (vCSA) beim Funk­tions­umfang stän­dig gegen­über der Windows-Version auf. Mit vSphere 6.5 wurde es zur bevor­zugte Manage­ment-Umge­bung. Für die Windows-Version soll es jrtzt nur mehr ein Update geben. Das Gleiche gilt für den Web Client.

    VMware machte von Anfang an klar, dass es sich strategisch auf das vCSA ausrichten werde. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis vCenter for Windows ausge­mustert wird. Mittler­weile hat die Linux-Variante nicht nur beim Funktions­umfang und der Skalierbarkeit gleich­gezogen, sondern erhielt bereits in vSphere 6.5 neue Funktionen, die der Hersteller für Windows nicht mehr anbietet.

    Entwicklungsvorsprung für vCSA 6.5

    Zu diesen exklusiven Features gehören ein integriertes Backup, eine Lösung für Hochverfügbarkeit sowie ein einfaches Monitoring.

    Das vCSA 6.5 erlaubt das Einrichten eines des HA-Clusters.

    Für Anwender soll ein wesentlicher Vorteil des Umstiegs in den geringeren Kosten bestehen, weil damit die die Lizenzen für Windows Server und dank der integrierten Datenbank auch für SQL Server entfallen.

    Das Aus für vCenter unter Windows steht der Ankündigung zufolge mit der übernächster Version von vSphere an. Das nächste Release, bei dem es sich aller Voraussicht nach um vSphere 7.0 handelt wird, enthält die Management-Umgebung für Windows ein letztes Mal. Folgt VMware den üblichen Release-Zyklen, dann dürfte dies noch in diesem Jahr der Fall sein.

    Für die Migration bestehender Installationen von vCenter für Windows auf Linux enthält bereits das Setup von vCSA 6.5 ein entsprechendes Tool. Damit lassen sich die unter Windows getätigten Einstellungen und das vSphere-Inventar übernehmen.

    Ende auch für den vSphere Web Client

    Die Abkehr von Windows vollzog VMware auch auf beim Admin-Tool, wo der C#-Client mit vSphere 6.5 ausgemustert wurde. Dieser Prozess zog sich allerdings länger hin als geplant, weil mit dem Web-basierten Host-Client erst relativ spät eine Alternative bereitstand.

    Nun räumt der Hersteller sein Portfolio weiter auf, indem auch den vSphere Web Client nicht mehr weiter anbietet. Auch hier ist mit der nächsten Version von vSphere die Endstation erreicht, danach gehört er nicht mehr zum Liefer­umfang des Systems.

    Der vSphere Update Manager läuft seit der Version 6.5 auch unter dem vCSA und lässt sich über den HTML5-Client verwalten.

    Etwas verwirrend bei dieser Ankündigung ist die geänderte Nomenklatur. Nach der Aufgabe des Clients für Windows, der offiziell vSphere Client hieß, erhielt nun der neue HTML5-Client diese Bezeichnung. Beim Web-Client handelt es sich um jenes Frontend, das Adobe Flash benötigt.

    In vSphere 6.5 kann der HTML5-Client noch nicht sämtliche Funktionen des Flash-Pendants übernehmen, weswegen beide Tools mit von der Partie sind. Diese ungünstige Konstellation, bei der Admins für bestimmte Aufgaben auf das alte Werkzeug zurückgreifen müssen, wird wahrscheinlich in der Version 7 beendet sein. Deren Nachfolger wird dann nur mehr das HTML5-Frontend bieten.

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