VMware veröffentlicht vSphere HTML5 Web Client als Fling


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    vSphere HTML5 Web ClientNachdem VMware schon öfter angekündigt hatte, die Abhängigkeit des Web Clients von Adobe Flash beseitigen zu wollen, zeigt die Firma nun erste Ergebnisse dieses Vorhabens. Die VMware Labs gaben eine vorläufige Version ("Fling") des Web Clients frei, die ausschließlich auf HTML5 und JavaScript beruht. Die endgültige Fassung der Software wird vermutlich Bestandteil des nächsten größeren Releases von vSphere sein.

    Für die Entwicklung eines reinen HTML5-Clients sprechen mehrere Gründe. Zum einen bedarf Flash aufgrund seiner notorischen Sicherheitsprobleme ständiger Updates, zum anderen ist es auf einigen Plattformen nicht verfügbar und schränkt damit den Zugriff auf die Admin-Konsole unnötig ein. Und nicht zuletzt klagten User über die relativ träge Reaktion des bisherigen Web Clients.

    Embedded Host Client als Vorbild

    Dank der Fähigkeiten von HTML5 besteht auch bei komplexen Oberflächen keine Notwendigkeit mehr, auf proprietäre Techniken wie Flash zu setzen. VMware hat dies bereits anhand des Embedded Host Client gezeigt, der den nativen Windows-Client für das Management einzelner Hosts ersetzt. Er gehört seit ESXi 6.0 Update 2 zum Lieferumfang des Hypervisors.

    Die erste Version des HTML5-Client in Form eines Flings implementiert nur die wichtigsten Funktionen für VMs und Hosts.

    Bei der Neugestaltung des vSphere Web Client folgt VMware weitgehend dem Modell des Embedded Host Client. Das betrifft nicht nur die verwendete Technik, sondern auch das Entwicklungs­modell. So soll er ebenfalls über mehrere Iterationen als Fling aus den Labs erscheinen, so dass Anwender ihn ausprobieren können, ohne dass der Hersteller in dieser Phase dafür Support bietet.

    Gängigste Funktionen für VMs und Hosts

    Zu diesem Konzept gehört auch, dass VMware erst die am meisten genutzten Features implementiert und diese nach und nach um die verbleibenden Funktionen ergänzt. So unterstützt die erste Ausführung die gängigsten Operationen für VMs und Hosts, dazu zählen unter anderem:

    • Ein- und Ausschalten von VMs
    • Erstellen neuer VMs (mit Einschränkungen)
    • Editieren der VM-Einstellungen
    • Öffnen der VM-Konsole
    • Ableiten eines Templates von einer VM

    Insgesamt handelt es sich bei der Transformation des vSphere Web Client und eine komplexere Aufgabe als bei der Entwicklung des Embedded Host Clients, weil er den ganzen Funktionsumfang von vCenter abbilden muss.

    Systemvoraussetzungen und Verfügbarkeit

    Um das Evaluieren des vorläufigen HTML5-Clients zu vereinfachen, stellen ihn die Labs als Virtual Appliance im OVA-Format zur Verfügung. Dieses muss nur in vSphere oder die VMware Workstation importiert werden.

    Die aktuelle Ausführung unterstützt nur vSphere 6.0. Sie kann von der Website der VMware Labs heruntergeladen werden. Für die Fertigstellung des neuen Clients nannte VMware noch keinen Termin, aber er könnte Bestandteil des nächsten Releases von vSphere sein.

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