Lancom stellt VPN-Router für WLAN mit 450 MBit/s vor


    Tags: , , ,

    Der Aachener Netzwerkspezialist Lancom hat mit dem Lancom 1781EW+ einen VPN-Router vorgestellt, der für den Einsatz in Unternehmen vorgesehen ist. Für den Privatgebrauch dürfte das System mit einem Nettopreis von 629 Euro (Liste) zu kostspielig sein.

    Lancom VPN-Router 1781EW+Eine Besonderheit des 1781EW+ ist eine hardwareunterstützte Network Address Translation (NAT). Dadurch, so Lancom, erreicht der Router Nettodatenraten von 200 MBit/s, und das beim Datentransfer über verschlüsselte VPN-Tunnel (Virtual Private Network). Damit eignet sich das System für die Anbindung von kleineren Außenstellen, Hotels und öffentlichen Einrichtungen. Ein weiteres Einsatzfeld sind Heimbüros von internen und externen Mitarbeitern, die mit einer Firmenzentrale größere Datenmengen austauschen.

    Bis zu 25 IPSec-VPN-Kanäle

    Die Basisversion des Routers unterstützt fünf IPSec-VPN-Kanäle. Gegen Aufpreis lassen sich bis zu 25 Kanäle nutzen. Ebenfalls als Option verfügbar ist ein Internet-Content-Filter für bis zu 100 User. Außerdem lässt sich der 1781EW+ zu einem Public Hotspot "umbauen". In diesem Fall kann er als Router in einem öffentlich zugänglichen WLAN eingesetzt werden.

    Zur WLAN-Ausstattung: Der LANCOM 1781EW+ funkt sowohl im 2,4-GHz- als auch 5-GHz-Band und erreicht Datenraten von bis zu 450 MBit/s. Allerdings wird die maximale Geschwindigkeit innerhalb von Gebäuden nur bei Distanzen von bis zu 20 Metern erzielt. Der Router unterstützt laut Datenblatt die WLAN-Standards IEEE 802.11 b, n und a/h.

    Gigabit-Ethernet-Switch und Load-Balancing

    Wie viele gängige WLAN-Router verfügt auch das Lancom-System über vier Gigabit-Ethernet-Ports für den Anschluss von Netzwerksystemen über LAN-Kabel. Zudem steht ein Netzwerk-Interface für die Anbindung an ein DSL- oder Kabelmodem bereit. Unterstützt werden die DSL-Versionen ADSL, SDSL und VDSL.

    Für Firmen relevant ist, dass sich an die Anschlüsse bis zu vier Weitverkehrs­verbindungen "andocken" lassen. Somit ist es möglich, Internet-Verbindungen bei mehreren Providern zu ordern, um bei Ausfall einer Verbindung ein Backup zu haben. Zwischen den WAN-Verbindungen lässt sich ein Load Balancing durchführen.

    Bis zu 16 logische Netze

    Mittels Advanced Routing and Forwarding (ARF) stellt der Router bis zu sechzehn virtuelle Netze bereit. Alle lassen sich separat einrichten und verwalten. Das gilt für DHCP, DNS, das Routing und die Firewall. Auf diese Weise können Anwendergruppen oder Abteilungen separate logische Netze zur Verfügung gestellt werden, die auf derselben physischen Infrastruktur basieren.

    Integriert sind zudem Security-Funktionen wie eine Firewall mit Stateful Inspection sowie ein Schutz vor Einbruchsversuchen (Intrusion Detection) und Denial-of-Service-Angriffen. Zudem legt Lancom die Management-Tools LANconfig und LANmonitor bei. Sie erlauben die Fernwartung der Router und der damit eingerichteten Netze und VPN-Verbindungen.

    Zudem sehen ein Einrichtungsassistent für VPNs und Backup-Funktionen bereit. Das WLAN-Modul lässt sich außerdem über einen WLAN-Controller von Lancom steuern.

    Keine Kommentare