vSphere 5.1 versus Hyper-V 2012: Features, Editionen und Preise

    Die Komplexität der führenden Virtualisierungssysteme, ihr Vertrieb in schwer vergleichbaren Editionen sowie die Marketing-Desinformationen der Hersteller machen es schwer, die Produkte gegenüberzustellen. Das Online-Tool Virtualization Matrix von Andreas Grothe ist dabei eine große Hilfe. In seiner aktuellsten Ausführung berücksichtigt es vSphere 5.1 und Hyper-V 2012 inklusive System Center VMM 2012 SP1.

    Während der Feature-Vergleich von vSphere 5 mit Hyper-V 2008 R2 noch klar zugunsten von VMware ausging, holte Microsoft mit der neuesten Version seiner Software deutlich auf. Ohne Blick ins Detail lässt sich aber kaum feststellen, wo VMware noch die Nase vorne hat oder wo Hyper-V bereits mehr bietet. Genau diesen erlaubt die Virtualization Matrix, indem sie die Features auf die wichtigsten Bereiche wie Hypervisor, Storage, Networking oder Gast-Support herunterbricht.

    VMM 2012 braucht das SP1 für Hyper-V 2012

    Ein wichtiger Unterschied zwischen den beiden Konkurrenzsystemen besteht darin, dass Microsoft das Management-Tool für fortgeschrittene Features separat als Teil von System Center 2012 verkauft. Der Virtual Machine Manager 2012 war bei seinem Erscheinen noch nicht in der Lage, Hyper-V 2012 zu verwalten.

    Dafür benötigt er das SP1, das in den nächsten Wochen erscheinen wird. Die Matrix von Andreas Groth berücksichtigt dieses Release bereits, da sich Hyper-V 2012 nur inklusive VMM vernünftig mit vSphere vergleichen lässt.

    Microsoft mit weniger Editionen

    Eine wesentliche Hürde beim Vergleich ist die Aufteilung der Funktionen auf verschiedene Editionen. Da Microsoft den Windows Server 2012 und System Center 2012 nur in 2 Ausführungen anbietet, die sich bloß in der Zahl der zulässigen VMs unterscheiden, sind die Editionen in Bezug auf den Funktionsvergleich unterinteressant. Allerdings bietet die Matrix auch die Möglichkeit, den kostenlosen Hyper-V Server mit oder ohne System Center mit einzubeziehen.

    Besonders kleinere Unternehmen können sich anhand der 9 Varianten von vSphere (inklusive ESXi Free) ein Bild machen, ob eine geringere Edition ihren Ansprüchen genügt und ob sie damit preislich besser fahren als mit Hyper-V.

    XenServer und RHEV

    Mit der Aufnahme der neuesten Versionen bleiben die Vorgänger weiter in der Datenbank und können in den Vergleich aufgenommen werden. Mit dabei ist auch XenServer, allerdings noch in der Version 6, wobei zu bedenken ist, dass XenServer 6.1 eine Reihe wichtiger Neuerungen brachte. Derzeit noch nicht dabei ist Redhat, dessen RHEV 3.1 dem Autor zufolge aber in Kürze berücksichtigt wird.

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