vSphere Data Protection Advanced: Neues Backup-Tool von VMware


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    VMware kündigte anlässlich der Freigabe von vSphere 5.1 eine kostenlose Backup-Software namens vSphere Data Protection (VDP) an. Aufgrund ihrer Beschränkungen eignet sie sich vornehmlich für kleine Firmen. Nun legt der Hersteller eine leistungsfähigere Advanced Edition nach, die allerdings separat erworben werden muss.

    Die Integration eines Programms für das Disk-basierte Backup war eine der vielen Neuerungen in vSphere 5.1. Die Technologie dafür stammt von EMC Avamar, die in Form eines Virtual Appliance bereitgestellt wird. Obwohl Data Protection für alle Editionen ab Essentials Plus verfügbar ist, richtet sich das Backup-System aufgrund seines 2TB-Limits vor allem an kleinere Firmen.

    Deduplizierung und Restore über CBT

    Abgesehen von seinen künstlichen Beschränkungen, mit denen VMware wohl Rücksicht auf seine Partner nimmt, bietet VDP eine Reihe von fortgeschrittenen Features. Dazu zählt die Duplizierung, die eine variable Anzahl an Blöcken verarbeitet und im Vergleich zu anderen Produkten laut Hersteller eine viermal größere Ersparnis an Speicherplatz erzielen kann.

    vSphere Data Protection Advanced wird wie das kleinere VDP aus dem Web-Client von vSphere verwaltet.

    Darüber hinaus nutzt VDP Changed Block Tracking (CBT) sowohl für das Backup als auch für die Wiederherstellung. Über die CBT-Schnittstelle informiert vSphere andere Programme darüber, welche Blöcke sich in einem zurückliegenden Zeitraum geändert haben. Damit lässt sich nicht nur die Menge der zu sichernden Daten reduzieren, sondern auch ein Restore beschleunigen. VDP vergleicht eine vorhandene VM mit ihrem Backup und kann sich auf das Zurückspielen der geänderten Blöcke beschränken.

    Höhere Skalierbarkeit für VDP Advanced

    Diese Features sind erwartungsgemäß auch in vSphere Data Protection Advanced vorhanden. Gleichzeitig erweitert es aber das Limit für die Datenmenge, die maximal gesichert werden kann, auf 8TB. Berechnet werden dabei die bereits deduplizierten Daten, die auf dem Backup-Medium abgelegt werden sollen.

    Außerdem entfällt die Beschränkung von 100 VMs pro Virtual Appliance, eine Instanz der Advanced-Version sichert bis zu 400 virtuelle Maschinen. Die Obergrenze für 10 Appliances pro vCenter-Server gilt jedoch für beide Ausführungen.

    Guest-Level-Backup für Exchange und SQL Server

    Neben der höheren Skalierbarkeit bringt VDP Advanced noch Agents für Exchange und SQL Server, die innerhalb der Gäste installiert werden. Sie sollen einen konsistenten Zustand der Anwendungen beim Backup und der Wiederherstellung gewährleisten. Außerdem erzielt dieses Verfahren laut VMware die besten Ergebnisse bei der Deduplizierung.

    Lizenzen für VDP Advanced müssen für ESX(i)-Hosts pro CPU erworben werden und erlauben die Sicherung einer unbegrenzten Zahl an virtuellen Maschinen. Der Preis einer Lizenz liegt bei 1095 US-Dollar.

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