Windows 10 erhält eine eigene Edition für Remote Desktop Services


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    RDS TeaserDas Setup der Windows 10 Insider Preview 17713 ent­hält bei der Aus­wahl der Edition die neue Option Enter­prise for Remote Sessions. Im Unter­schied zu anderen Aus­führungen des Client-OS lässt sie mehrere Remote­desktop-Verbin­dungen paral­lel zu. Von Micro­soft gibt es dafür noch keine offi­zielle Ankün­digung.

    Als die erste Preview von Windows Server 2019 ohne die inte­grierten Remote Desktop Services erschien, gab es bereits die ersten Gerüchte, wonach die RDS in das Client-Betriebs­system ab­wandern würden. Mittler­weile steht jedoch fest, dass sie auch in Server 2019 enthalten sein werden und zudem neue Features erhalten.

    Unklares Limit für die Zahl der RDS-Sitzungen

    Trotzdem scheinen sich nun die Speku­lationen zu bewahr­heiten, wonach Windows 10 künftig die Aufgabe eines Session Hosts übernehmen könnte. Die Preview 17713 bietet während der Installation eine Edition für Remote Sessions zur Auswahl an, die eine größere Anzahl von Sitzungen zulässt. Wo das Limit liegen wird, steht noch nicht fest, weil Microsoft zu dieser neuen SKU noch keine Angaben gemacht hat.

    Das Setup von Windows 10 bietet nun die Edition Enter­prise for Remote Sessions als Option an.

    Ein Vorteil von Client-basierten Session-Hosts könnte in besserer Kompa­tibilität mit Anwendungen bestehen. Manche Applikationen bereiten immer noch Probleme bei der Installation auf einem Server-OS.

    Immer aktuelle Desktops für RDS

    Der Hauptgrund für die Einführung einer neuen Remotedesktop-Edition dürfte aber im neuen Update-Modell ("Windows as a Service") liegen. Während Windows 10 mit Ausnahme des Long Term Service Channel (LTSC) zweimal im Jahr ein Feature-Update erhält, veröffentlicht Microsoft einen neuen RDS-tauglichen Server nur alle drei Jahre. Im Semi-annual Channel (SAC) erscheint bekanntlich ja nur Server Core.

    Aufgrund der langen Update-Intervalle weicht der Desktop eines Server-basierten Session Hosts relativ bald vom Erscheinungs­bild eines aktuellen Windows 10 ab. Dies führt zu einem inkonsistenten Benutzer­erlebnis, wenn Unter­nehmen beide Systeme parallel nutzen. Hinzu kommt, dass der LTSC weder am Client noch am Server neue Apps wie den Edge-Browser enthalten.

    Edge weiterhin nicht im LTSC

    Nachdem dieser auch in der Preview 17713 von Windows Server 2019 fehlt, bestehen gute Chancen, dass die nächsten LTSC-Editionen erneut ohne Edge auskommen. Für Microsoft dürfte es aber kein wünschens­werter Zustand sein, die RDS weitere drei Jahre auf den inzwischen veralteten IE11 zu beschränken.

    Windows 10 Enterprise for Remote Sessions enthält auch Edge

    Dieses Problem würde sich mit Windows 10 for Remote Sessions nicht mehr stellen, weil es im Rahmen des SAC jedes halbe Jahr ein Feature-Update erhält und dort auch alle gängigen Store Apps an Bord sind bzw. sich installieren lassen.

    Integration in RDS-Deployment

    Da es bis dato keine offiziellen Infor­mationen zur neuen Edition gibt, bleiben Fragen zur Posi­tionierung des Client-basierten Session Hosts und seiner Lizenzierung offen. So wäre es interessant zu wissen, ob sich ein Windows 10 for Remote Sessions in eine Server-basierten RDS-Bereitstellung einbinden lässt, so dass man es über einen RD Broker oder ein RD Gateway ansprechen kann.

    Alternativ wäre denkbar, dass Microsoft den Multi-User-Client nur für kleinere Umgebungen vorsieht, wo sich die Benutzer dann direkt mit dem Host verbinden.

    CAL erforderlich?

    Spannend dürfte schließlich auch werden, unter welchen Bedingungen das Windows 10 für Remote Sessions verfügbar sein wird. Für die her­kömmlichen RDS benötigen Anwender bekanntlich neben einer CAL für Windows Server noch eine zusätzliche RDS-CAL.

    Dieses Modell lässt sich zwar nicht auf Windows 10 übertragen, fraglich ist allerdings, ob Microsoft mit den Client-basierten RDS den Preis für die Bereitstellung via Server unterbieten wird.

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