Matrix42: Automatisierte Migration auf Windows 8 spart Kosten


    Tags: ,

    Angeblich bis zu 70 Prozent der Kosten, die bei einer Umstellung auf Windows 8 anfallen, lassen sich durch die Automatisierung des Betriebssystem-Wechsels vermeiden. Das verspricht Matrix42 Anwendern, die dabei Matrix42 Workplace Management 2013 oder Matrix42 Inventory verwenden. Die Einsparung lässt sich demnach durch die Automatisierung und Vereinfachung von Prozessschritten wie der Hardware- und Software-Analyse, der Datensicherung und der Treiber-Installation erzielen.

    Matrix42 empfiehlt, die Windows-8-Migration in sechs Schritten durchzuführen. Auch wenn erfahrene Admins und Windows-User diese als selbstverständlich empfinden dürfen, hier die "Steps" in Kurzform:

    • Informationen einholen: Daten über die eingesetzten Softwarepakete, Hardware und den Lizenzbedarf ermitteln. Wenn möglich, diesen Prozess automatisch durchführen.Microsot Windows 8 Business - Benutzeroberfläche
    • Analyse: Prüfen, ob und welche Updates bei Hardware, Software und Treibern bereits im Vorfeld der Migration durchgeführt werden sollten. Das spart Zeit und Geld. Außerdem sollte in diesem Stadium ermittelt werden, ob alle Programme und Lizenzen tatsächlich benötigt werden. Auch das kann zu Einsparungen führen
    • Test: Betriebssystem­konfigurationen, Treiber und Software testen. Nach den Erfahrungen des Autors dieses Beitrages gilt das insbesondere für hardwarenahe Treiber, etwa für USB-3.0-Controller auf Mainboards. In den meisten Fällen erweist sich Windows 8 jedoch als pflegeleicht, auch bei Treiber-Software für eher exotische WLAN-Adapter aus Fernost. In vielen Fällen arbeiten die Treiber für Windows 7 auch unter 8.
    • Kompatibilität sicherstellen: Kompatibilitätsprobleme, die während des Testens identifiziert wurden, sollten nun behoben werden. Nach wie vor problematisch sind "handgestrickte" Anwendungen und spezielle Applikationen, etwa für Behörden, Kliniken, Arztpraxen oder Handwerksbetriebe. Ein Klassiker sind auch nicht kompatible Endgeräte wie Uralt-Nadeldrucker, die in bestimmten Einsatzbereichen erforderlich sind. Notfalls hilft hier eine Virtual Machine mit dem alten Betriebssystem, etwa Windows XP.
    • Roll-out: Die Windows-8-Migration kann anschließend nach den Vorgaben von Fachabteilungen, technischen Gegebenheiten oder als Self-Service durch den Anwender erfolgen. Naturgemäß plädiert Matrix42 hier für einen automatischen Roll-out mit den Tools des Unternehmens. In kleineren Unternehmen muss das nicht zwangsläufig erfolgen. Dort bietet sich eine schrittweise Umstellung der Desktop-Rechner an, alleine aus Kapazitätsgründen (Belastung der IT-Abteilung).
    • Betrieb: Benutzereinstellungen und Daten werden auf die jeweiligen Systeme überspielt.

    Ergänzende Maßnahmen: Self-Service, Schulungen und virtualisierte Desktops

    Soll die Belastung der IT-Abteilung reduziert werden, könnte das mithilfe von Self-Service-Portalen erreicht werden. Über sie können User eigenständig Anwendungen auf ihre Rechner überspielen oder nach Lösungen für IT-Probleme suchen.

    Weniger ein Thema bei der Umstellung von Windows XP auf Windows 7, dafür aber wichtig bei Windows 8 ist die Schulung der User. Die völlig andere Benutzeroberfläche von Windows 8 mit ihren Kacheln dürfte selbst bei halbwegs geübten Windows-Nutzern jede Menge Fragen aufwerfen.

    Wenn Nutzer gar nicht mit dem neuen Betriebssystem zurechtkommen, muss nötigenfalls ein "Roll-back" erfolgen, etwa durch Implementieren von XP oder Windows 7 in einer virtuellen Maschine. Dies ist allerdings eine suboptimale Lösung.

    Windows 8 bei unter 2 Prozent Marktanteil

    Netmarketshare - Desktop-Betriebssysteme weltweit im Dezember 2012Aktuelle Daten (Januar) zur Nutzung von Windows 8 liegen noch nicht vor. Im Dezember 2012 erreichte das Betriebssystem nach Angaben der Web-Analysefirma Statcounter in Deutschland Marktanteil von 2,2 Prozent (Windows 7: 56,8 Prozent, Windows XP: 18,3 Prozent).

    Zum Vergleich: Windows 7, das ebenfalls Ende Oktober startete, allerdings im Jahr 2009, hatte zwei Monate später in Deutschland laut Statcounter einen Marktanteil von 7 Prozent. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass Windows 7 auf das wenig beliebte Vista folgt. Viele User stiegen daher direkt von XP auf Windows 7 um.

    Etwas anders sehen die weltweiten Daten aus: Demnach erreichte Windows 8 laut Statcounter 1,7 Prozent Marktanteil. Net Applications kommt auf denselben Wert und taxiert Windows 7 auf 45 Prozent, XP auf 39 Prozent.

    Täglich Know-how für IT-Pros mit unserem Newsletter

    Wir ver­wenden Ihre Mail-Adresse nur für den Ver­sand der News­letter.
    Es erfolgt keine per­sonen­be­zogene Auswertung.

    Bild von Bernd Reder
    Bernd Reder ist seit über 20 Jahren als Journalist zu den Themen IT, Netzwerke und Telekommunika­tion tätig. Zu seinen beruflichen Sta­tionen zählen unter anderem die Fachtitel "Elektronik" und "Gateway".
    Bei der Zeitschrift "Network World" war Reder als stellver­tretender Chefredakteur tätig. Von 2006 bis 2010 baute er die Online-Ausgabe "Network Computing" auf.
    Derzeit ist Bernd Reder als freier Autor für diverse Print- und Online-Medien sowie für Firmen und PR-Agenturen aktiv.
    // Kontakt: E-Mail, XING //

    Ähnliche Beiträge

    Weitere Links

    3 Kommentare

    70% Kosteneinsparungen bei einer Migration zu Windows8? Solches Geblubber kann halt echt nur ein Hersteller einer Softwareverteilungslösung von sich geben. Seht her, der Umstieg von Win7 auf Win8 ist gar nicht so teuer.

    Bild von Wolfgang Sommergut

    Bei solchen Berechnungen wird die manuelle Migration in einer schlecht verwalteten Umgebung mit einem bestmöglichen Szenario verglichen. Dann kommt man auf derartig tolle Werte. Ich glaube auch, dass sich die Hersteller mit diesen Marketing-Versprechungen keinen Gefallen tun, denn wer glaubt ihnen schon?

    Eine solche Umgebung muss man mir erst noch zeigen. Viele Kosten wie Personal und Lizenzen sind ja fix, dazu kommen die Kosten für die ach so tolle Software. Ich glaube diese Prozent werden da einfach erfunden damit man damit Werbung machen kann. Mir wäre eine Firma die sagt "bei uns kostest es 30% mehr, dafür geht es einfacher und schneller" viel sympatischer :o)