Windows Package Manager (winget): Installation von Store Apps, GPO-Unterstützung

    App-Installer und winget für das Package-ManagementIm zweiten Quartal 2020 stellte Microsoft eine frühe Version von winget vor. Das Tool soll Anwen­dungen nach dem Muster von apt unter Linux oder Chocolatey über die Kommando­zeile installieren und aktualisieren. Die aktuelle Preview bringt ein paar neue Features, die Version 1.0 ist für Mai 2021 geplant.

    Im Vergleich zu den etablierten Package-Managern war der anfängliche Funktions­umfang von winget ziemlich mager. Hinzu kam, dass es nur relativ wenige Pakete gab, die sich über das Tool installieren ließen.

    Mehr Anwendungen als winget-Pakete

    Die Ankündigung für die neueste Preview reklamiert, dass nun über 1000 Anwendungen bereit­stehen, die winget herunterladen und installieren kann. Hinzu kommt als neues Feature, dass der Windows Package Manager jetzt auch Store Apps installiert.

    Aktuell beschränkt sich die Auswahl im Store jedoch auf 300 handverlesene Apps. Diese kann man sich jedoch nicht getrennt anzeigen lassen, sondern man sucht grundsätzlich nach dem Namen von Anwendungen. Der Store ist aktuell nämlich nicht als eigenständige als Quelle konfiguriert.

    Zur zweiten größeren Neuerungen gehört die Auto­vervoll­ständigung, nachdem man eine entsprechende Funktion in das PowerShell-Profil eingetragen hat. Das Feature kürzt nicht nur das Eintippen der Befehls­wörter ab, sondern schlägt auch die passenden Paketnamen im Repository nach.

    Updates und Deinstallieren erst in der nächsten Preview

    Der eigentliche Funktions­umfang von winget ändert sich aber im Vergleich zur ersten Preview nicht. Er beschränkt sich auf das Suchen und Installieren von Anwendungen. Das Anzeigen, Aktualisieren oder Entfernen von Programmen beherrscht es aktuell noch nicht.

    Aktuell ist der Funktionsumfang von winget noch recht überschaubar, Update und Deinstallation gehören nicht dazu.

    Laut Roadmap sind diese Funktionen aber als nächste an der Reihe und sollen noch in diesem Monat umgesetzt werden. Die Schwierigkeit dabei besteht wohl darin, dass der Package Manager nicht nur die Applikationen erkennen und verwalten soll, die er selbst installiert hat, sondern die auf einem anderem Weg ins System kamen. Dazu gehört in erster Linie der manuelle Start eines Setup oder der App Store.

    Kurz darauf planen die Entwickler noch eine Import- und Export-Funktion. Damit ließe sich die Liste aller installierten Programme auf einen anderen Rechner übertragen, wo der Paket-Manager dann die Anwendungen nachladen kann.

    Für den Einsatz in Unternehmen wichtig ist die vorgesehene Unter­stützung für Gruppen­richtlinien. Damit sind Admins in der Lage, die Nutzung von winget zentral auf bestimmte User zu begrenzen oder für sie nun bestimmte Quellen zu genehmigen.

    Verfügbarkeit

    Der Windows Package Manager kann als Bestandteil des App Installer über den Microsoft Store installiert werden. Alternativ stehen die verschiedenen Preview-Versionen auf Github zum Download zur Verfügung. Als System­voraus­setzung nennt Microsoft mindestens Windows 10 1709.

    Keine Kommentare