Windows Server 1903: Kubernetes-Support, mehr GUI-Tools unter Server Core

    Docker Container für WindowsMicrosoft kün­digte das nächste Release von Windows Server im Semi-annual Channel (SAC) an. Die Version 1903 bringt mehrere Neuer­ungen für Windows-Container, darunter die Unter­stützung für Kuber­netes. Core App Compa­tibilty erlaubt nun auch die Aus­führung von Hyper-V Manager und der Auf­gaben­planung.

    Seit der Positionierung des halbjährlich erscheinenden Windows Server als Host und Image für Container beziehen sich die meisten Neuerungen auf diese Einsatz­gebiete. Die wohl wichtigste besteht darin, dass der Support für Windows-Container mit Kubernetes v1.14 die Betaphase verlassen hat und diese nun offiziell unterstützt werden.

    Darüber hinaus bringt Server 1903 die Unter­stützung für die Hardware-Beschleunigung von DirectX-APIs innerhalb von Containern. Dies soll nur ein erster Schritt für mehr GPU-Leistung in Containern sein. Dieser Blog-Post von Microsoft beschreibt alle wesent­lichen Verbesserungen.

    Mehr MMC-Tools unter Server Core

    Windows Server erscheint im SAC bekanntlich nur mehr als Core-Variante. Diese gilt auch im Long Term Service Channel (LTSC) als bevorzugte Installations­option. Um diese für Admins attraktiver zu machen, die für bestimmte Anwendungen eine lokale grafische Konsole benötigen, führte Microsoft im letzten Jahr die Core App Compatibility ein.

    Dabei handelt es sich um ein Feature on Demand, das die APIs von Server Core so erweitert, dass dieser eine größere Anzahl von GUI-Programmen aus­führen kann. Das Spektrum reicht dabei von der MMC über PowerShell ISE bis zu Sysinternals.

    Die Core App Compatibility unterstützt auch die Ausführung von PowerShell ISE

    Die neue Version, die sich auch unter Windows Server 2019 installieren lässt, erlaubt zusätzlich das Ausführen von Hyper-V Manager und der grafischen Aufgaben­planung.

    Wie gewohnt muss Core App Compatibility separat als ISO herunter­geladen und installiert werden (siehe dazu meine Anleitung). Der Download ist nach wie vor über das Programm Windows Insider Preview verfügbar, und zwar unter Additional Downloads.

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