Windows Server 2022 Essentials keine eigene Edition mehr, nur separate Lizenz

    Windows Server 2022 Essentials LogoDie ersten Editions­vergleiche nach der Frei­gabe von Windows Server 2022 enthielten die Essentials-Variante nicht mehr. Micro­soft wird aber die Version für kleine Unter­nehmen doch noch weiter­führen. Tech­nisch ist sie iden­tisch mit der Standard Edition, unter­liegt aber lizenz­rechtlichen Be­sonder­heiten.

    Bereits Windows Server 2019 Essentials zeigte, dass Microsoft für diese Ausführung keine großen Pläne mehr hatte. Der Hersteller entfernte alle der ursprünglich exklusiven Features, welche die Verwaltung und Nutzung des Systems in kleinen Umgebungen erleichterte.

    Keine Essentials-spezifischen Funktionen mehr

    Das betraf das Essentials-Dashboard, das Backup der angeschlossenen Clients sowie Zugriff überall, das den Web-Zugriff auf File Shares und ein simples Setup eines VPNs erlaubte. Kon­sequenter­weise verschwand damit auch die Rolle Windows Server Essentials-Umgebung aus den Editionen Standard und Datacenter.

    Das mit Windows Server 2012 eingeführte Dashbaord und die damit verknüpften Features gehören der Vergangenheit an.

    Windows Server 2022 geht nun einen Schritt weiter und verzichtet vollständig auf alle Essentials-spezifischen Funktionen. Selbst ein eigenes Setup fehlt. Die kleine Ausführung besteht nämlich aus denselben Bits und Bytes wie die Standard Edition. Entsprechend profitiert sie auch von deren Neuerungen.

    Strengere Hardware-Limits

    Inwieweit sich diese auf einer schwachen Hardware ausreizen lassen, steht auf einem anderen Blatt. Im Unterschied zur Version 2019 erlaubt Windows Server 2022 Essentials nicht mehr zwei, sondern nur mehr eine CPU, und zwar mit maximal 10 Kernen. Die Obergrenze für den Arbeitsspeicher liegt bei 64GB.

    Nachdem sich Essentials und Standard die gleiche technische Basis teilen, verfügt das OS auch über keine Mechanismen, um die lizenz­rechtlichen Einschränkungen der kleinen Edition zu erzwingen. Es obliegt mithin dem Admin, sich selbst darum zu kümmern und Ärger bei einem eventuellen Audit zu vermeiden.

    Weitere Beschränkungen

    Wie seine Vorgänger ist Windows Server 2022 Essentials auf maximal 25 Benutzer und 50 Geräte beschränkt. Installiert man die AD-Domänen­dienste, dann muss der Essentials-Server der erste Domain-Controller im Netz sein und alle FSMO-Rollen ausführen.

    Der kleine Windows-Server umfasst zudem das Recht, eine Instanz des Betriebs­systems in einer virtuellen Maschine auszuführen. Das Host-OS muss sich dann aber auf die Virtuali­sierungs­funk­tionen beschränken.

    RDS-Support

    Ebenfalls unverändert bleibt die Regelung, dass die Lizenzierung aus­schließlich pro Server erfolgt und Benutzer somit keine CALs benötigen.

    Unklar ist in diesem Zusammen­hang indes die Berechtigung für die RDS, wenn man dafür separate RDS-CALs erwirbt. Bisher ließ sich ein Session Host erst gar nicht auf einem Essentials-Server installieren, doch dies sollte nun möglich sein.

    Preise und Verfügbarkeit

    Während dieser Übersicht zufolge der Preis für die Standard Edition von 972 USD auf 1069 USD für 16 Prozessor­kerne steigt, bleibt es für die Essentials Edition bei 501 USD. Der Verkauf erfolgt über OEMs, so dass man das OS vorinstalliert auf einem neuen Server erhält.

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