Wireless-LAN: Mit Ruckus ein funkgestütztes Campusnetz aufbauen


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    Nicht überall lassen sich Gebäude auf einem Campus-Gelände oder Firmenstandorte in ein kabelgestütztes Unternehmensnetz einbinden – alleine aus Kostengründen. Gewerbegebiete, Einkaufszentren, Hotels und Universitäten mit einem größeren Campus spricht der Wireless-LAN-Experte Ruckus Wireless deshalb mit dem Smart-WiFi-Bridge-System ZoneFlex P300.

    Ruckus Wireless - Einsatzbeispiel der ZoneFlex P300 WLAN Bridge für den AußeneinsatDie Bridge basiert auf dem WLAN-Standard IEEE 802.11ac, der 2012 verabschiedet wurde. Das System ist für den Einsatz im Außenbereich gedacht und stellt via Funk eine Brutto-Bandbreite von bis zu 867 MBit/s bereit. Die Backhaul-Bandbreite liegt bei etwa 500 MBit/s.

    Per Richtfunk Außenstellen und Gebäude ankoppeln

    Im Gegensatz zu konventionellen WLAN-Access-Points ist eine Richtfunktechnik integriert. Damit lassen sich mit den integrierten Antennen Entfernungen von bis zu 12 km überbrücken. Die Datenrate liegt bei Distanzen von bis zu 8 km bei etwa 100 MBit/s; bei 2,6 km Entfernung sind es rund 250 MBit/s. Allerdings, so Ruckus, müssen dann externe Antennen mit Richtfunkcharakteristik eingesetzt werden. Die maximale Reichweite mit besagten externen Zusatzantennen beträgt 20 km.

    Mit der Bridge können Netzwerkfachleute beispielswiese Gebäude auf einem Firmengelände oder in einer Schule und Universität drahtlos in das Firmennetz einbinden. Nicht in jedem Fall lassen sich solche Einrichtungen komplett mithilfe von LAN-Kabeln vernetzen, etwa wenn öffentliche Straßen zu überbrücken sind oder keine Kabelkanäle zur Verfügung stehen.

    Blick auf die wichtigsten technische Details

    Die Datenübertragung via Funk erfolgt über zwei "Spatial Streams" in einer 2x2-MIMO-Konfiguration (Multiple in – Multiple out) im Frequenzband 5,15 bis 5,875 GHz. Die Bridge nutzt dafür Kanäle mit 20, 40 oder 80 MHz. Das interne, zweipolige 5-GHz-Richtantennensystem bietet einen Antennengewinn von 14 dBi und hat eine Strahlenbreite von 30 Grad.

    Mithilfe spezieller Zusatzantennen ist Ruckus zufolge eine Rundum-Abdeckung (360 Grad) möglich. Die Bridge ist laut Datenblatt mit zwei Anschlüssen vom Typ N für externe Antennen ausgestattet. Diese stehen gegen Aufpreis zur Verfügung.

    Power over Ethernet ist mit an Bord

    Die Anbindung an das kabelgestützte LAN erfolgt über einen Gigabit-Ethernet-Port. Über das LAN-Kabel in Verbindung mit einem entsprechenden Switch beziehungsweise WLAN-Controller kann die Bridge auch mit Strom versorgt werden (Power over Ethernet, PoE gemäß IEEE 802.3af). Dieser PoE-Standard stellt pro Port 15,4 W zur Verfügung, von denen rund 12,95 W als "Entnahmeleistung" nutzbar sind. Die Erweiterung PoE+ (IEEE 802.3at) sieht 25,4 W beziehungsweise 21,9 W (nutzbar) vor.

    Ruckus Wireless - ZoneFlex P300 WLAN BridgeKonfigurieren lässt sich die ZoneFlex P300 als Point-to-Point-Bridge oder als Point-to-Multipoint-System. An jede Root-Bridge lassen sich dann zehn weitere Systeme anschließen.

    Ausgeliefert wird die ZoneFlex P300 in einem spritzwassergeschützten Gehäuse (IP67). Dem Einsatzzweck angemessen sind die zulässigen Betriebstemperaturen von -40° C bis +65° C. Als Zubehör und gegen Aufpreis sind drei Versionen von Richtantennen verfügbar. Die deutschsprachige Version des Datenblatts (PDF-File) der ZoneFlex P300 ist auf dieser Web-Seite des Herstellers zu finden.

    Preis

    Ruckus bietet die ZoneFlex P300 über seine Vertriebspartner für einen Listenpreis von rund 1.200 Dollar an. In Deutschland dürfte erfahrungsgemäß dieselbe Summe in Euro fällig werden. Ein vorkonfiguriertes Paket mit zwei Systemen kostet rund 2.400 Dollar respektive Euro.

    Damit ist die Bridge sicherlich kein Schnäppchen. Allerdings ist der Preis angesichts des Funktionsumfangs und des angepeilten Einsatzzwecks akzeptabel. Zudem dürfte der Straßenpreis etwas günstiger ausfallen.

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