WLAN: Wireless Access Controller von Huawei für Mittelstand


    Tags: , ,

    Huawei zählt derzeit neben Lenovo und ZTE zu den bekanntesten Herstellern von Netzwerk- und IT-Systemen aus China. Das Unternehmen stellt, ähnlich wie der große Konkurrent Cisco Systems, ein umfassendes Portfolio von Netzwerkkomponenten bereit. Dazu zählen Switches, Ausrüstung für Netzbetreiber, Mobilgeräte und WLAN-Komponenten Wireless Access Controller (WAC).

    Wireless Access Controller Huawei AC6005Zur Kategorie der WLAN-Controller zählt die AC6005-Familie. Sie umfasst zwei Systeme: den AC6005-8 und der AC6005-8-PWR. Beide unterscheiden sich nur in einem Punkt: Die PWR-Ausgabe des Controllers unterstützt Power over Ethernet (PoE), kann also Endgeräte wie Voice-over-IP-Telefone oder IP-Kameras über das Datenkabel mit Strom versorgen. Typische Einsatzgebiete sind laut Huawei unter anderem Campus-Netze sowie LANs im Gastgewerbe, in Bildungseinrichtungen und dem Finanzsektor.

    Für IEEE-802.11ac-Netze ausgelegt

    Die AC6005-Systeme sind mit acht Gigabit-Ethernet-Ports ausgerüstet. Hinzu kommen eine USB- und eine serielle Schnittstelle, über die Administratoren auf die Geräte zugreifen können. Bei der PoE-Version unterstützen alle acht Ports die Versorgung von Endgeräten mit Strom.

    Nach Angaben von Huawei (das Datenblatt schweigt sich in dieser Beziehung leider aus) verbaut der Hersteller in den Controllern Mehrkern-CPUs. Damit trägt der Hersteller der Tatsache Rechnung, dass die Anforderungen an WLANs in Bezug auf den Durchsatz steigen. Daran "Schuld" hat unter anderem der Standard IEEE 802.11ac, der in der Praxis Datenraten von mehreren 100 MBit/s im Download-Betrieb ermöglicht. Dies, ebenso wie Multimedia-Applikationen, erhöhen die Belastung der Netzwerkinfrastruktur. Theoretisch sind mit IEEE 802.11ac aggregierte Datenraten von bis zu 6,77 GBit/s möglich.

    Die Switching-Kapazität der AC6005 beträgt 20 GBit/s, die Forwarding-Rate 4 GBit/s. Das ist laut Huawei doppelt so viel wie branchenüblich. Mit den Controllern lassen sich bis zu 128 Access Points verwalten. Das reicht für ein mittelständisches Unternehmen aus. Huawei gibt zudem die Mean Time Between Failure (MTBF) für die Controller-Hardware mit 48 Jahren an.

    Weitere Funktionen

    Verwalten lassen sich die Systeme, wie andere WLAN-Komponenten auch, über ein Web-Frontend. Integriert sind zudem Funktionen für die Analyse des Funkspektrums und ein automatisches Verbindungs­management.

    Keine Kommentare