Physikalische Server sichern mit Veeam Agent für Windows


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    Veeam Endpoint Backup 1.5Trotz der fort­schreitenden x86-Virtua­lisierung existieren in vielen Unter­nehmen weiter­hin phy­sische Server. Veeam ergänzt nun Backup & Replication (B&R) um den Agent für Windows und Linux, der solche Sys­teme sichert. Diese An­lei­tung zeigt Schritt für Schritt, wie man ihn nutzt und mit B&R integriert.

    Veeam bietet mit Endpoint Backup Free seit rund zwei Jahren eine Lösung zur Sicherung von physischen Workstations und Server an. Sie wurde nun in Agent for Windows umbenannt und erhielt zusätzlich zwei konsten­pflichtige Editionen mit erweiterten Features. Der Agent ist zudem jetzt auch für Linux verfügbar. Ein wesentlicher Vorteil des Tools besteht in seiner Integration mit Veeam Backup & Replication.

    Die Lizenzierung erfolgt pro Agent, wobei Anwender zwischen den Editionen Free, Workstation und Server wählen können. Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Funktionen der einzelnen Ausführungen:

    Editionen von Veeam Agent for Windows im Vergleich

    Die Installation des Agents ist für alle Versionen gleich. Erst mit der Lizenzdatei werden die einzelnen Features freigeschaltet.

    Installation

    Installations­voraussetzung ist das .NET Framework 4.5.2, welches vor der eigentlichen Installation aufgespielt wird. Sobald sich der Veeam Agent für Windows öffnet, akzeptieren wir die Lizenz­vereinbarungen und klicken auf Install.

    Zu Beginn der Installation muss man die Lizenzbedingungen akzeptieren

    Während des Setups wird nach einem Backup-Gerät gefragt. Dies lasse ich erst einmal aus, da wir den Agent über Veeam Backup & Replication verwalten wollen. Daher sichern wir nicht auf einen USB-Stick oder eine externe Festplatte (für den privaten Bereich ist das natürlich in Ordnung, in professionellen Umgebungen sollte man die Backups beispielsweise auf ein NAS speichern).

    Die Auswahl des Backup-Ziels kann man überspringen, wenn man das Repository von B&R nutzen will.

    Nach Abschluss der Installation fragt der Wizard danach, ob wir ein Boot-Medium für die Wieder­herstellung erzeugen möchten. Diesem Zweck dient der Veeam Recovery Media Creation Wizard, den man nun starten kann.

    Nach erfolgreicher Installation des Agents kann man den Wizard zur Erzeugung eines Wiederherstellungsdatenträgers starten.

    Agent in die Konsole von Backup & Replication einbinden

    Über den Wizard zum Konfigurieren von Backups, den man alternativ im Startmenü über den Punkt Configure Backup startet, erstellen wir nun einen Backup-Job. Dieser ist erforderlich, damit Veeam Backup & Replication den Client erkennt.

    Im ersten Dialog unter Backup Mode bleibt es jedem überlassen, was und wie gesichert werden soll.

    Einstellungen für das Backup physischer Server konfigurieren

    Im Feld Destination wird es dann interessant.

    Auswahl des B&R-Repository als Backup-Ziel für den Agent

    Hier sollte man nun Veeam backup repository auswählen. Im Folgedialog werden noch der Veaam Backup & Repository-Server und die Zugangsdaten eines Users abgefragt, welcher dort die nötigen Berechtigungen hat.

    Backup-Server von B&R auswählen und Anmeldedaten eingeben

    Nach dem Verbindungsversuch wird das bereits konfigurierte Backup-Repository angezeigt.

    Auswahl des gewünschten B&R-Repositories

    In den weiteren Punkten können noch viele weitere Einstellungen vorgenommen werden, wie die Anzahl der Restore Points oder nach welchem Zeitplan man sichern will. Der Ablauf ist hier angepasst an die Konsole von Backup & Replication.

    Wenn die Backup-Task jetzt abgeschlossen wird, dann ist es wichtig, dass dieser dann in der Konsole von Veeam Backup & Replication auftaucht. (unter Backup & Replication => Agents)

    Die für den Agent konfigurierten Jobs tauchen anschließend in der Konsole von Backup & Replication auf.

    Schade ist, dass man die Backup-Task der lokalen Maschinen jetzt zwar sehen, aber diese in der Konsole von B&R nicht bearbeiten kann. Es bleibt also die manuelle Arbeit, auf jedem Hardware-Server die Backup-Task einzeln zu erstellen.

    Schön wäre eine Integration in die Konsole von Backup & Replication gewesen, die eine direkte Administration von dort erlaubt. Veeam plant nach eigenen Angaben eine derartige enge Verzahnung für eine spätere Version. Wann diese soweit sein wird, dazu äußert sich der Hersteller aktuell nicht.

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