Windows 10: In-Place-Upgrade mit der baramundi Management Suite

    Die 4 Phasen des In-Place-Upgrades.Microsoft empfiehlt das In-Place-Upgrade für den Umstieg auf Windows 10 und für danach folgende Aktuali­sierungen. Im Vergleich zum tradi­tionellen Wipe and Load redu­ziert es den Auf­wand, weil die Migra­tion der Benutzer­profile und die Neuinstal­lation aller Pro­gramme entfallen. Mit der baramundi Management Suite (bMS) lässt sich der Upgrade-Pro­zess automa­tisieren und zen­tral steuern.*

    Das In-Place-Upgrade prüft die Kompatibilität der Hard- und Software, installiert das Betriebssystem und migriert alle vorhandenen Daten, Einstel­lungen, Treiber sowie Anwendungen automatisch auf das neue Betriebssystem.

    Dieser Ansatz bietet sich in Unternehmen für zwei Fälle an: Neben dem verein­fachten Upgrade von Windows 7 oder 8.x wird es vor allem das bevor­zugte Verfahren für die regelmäßigen Feature-Upgrades von Windows 10 sein ("Windows as a Service“).

    Voraussetzungen

    Damit das Upgrade gelingt, müssen bestimmte Voraus­setzungen erfüllt sein. Insbesondere sind ca. 20 GB freier Speicherplatz notwendig.

    Kompatibilität prüfen

    Die Erfahrung zeigt, dass es selten zu Problemen mit der Geräte­kompa­tibilität kommt. Als Faustregel gilt: Wo Windows 7 läuft, funktioniert zumeist auch Windows 10.

    Schwierigkeiten können jedoch Netzwerk- und Grafikkarten bereiten, die besondere Treiber benötigen. Diese sind dann während des Upgrades zu laden. Bei verschlüsselten Datenträgern durch Drittanbieter ist zu prüfen, ob das In-Place-Upgrade unterstützt wird (auf die Bitlocker-Verschlüs­selung trifft das zu). Gleiches gilt für Non-Microsoft-Virenscannern.

    Upgrade Analytics erfasst kontinuierlich Daten über die Upgrade-Fähigkeit von PCs und Anwendungen.

    Für eine Prüfung der Software-Kompatibilität stellt Microsoft das Application Compatibility Toolkit (ACT) und das Microsoft Assessment and Planning Toolkit (MAP) als Teil des Windows 10 ADK zur Verfügung. Außerdem existiert mit Upgrade Analytics ein Cloud-basiertes Tool, das PCs auf ihre Upgrade-Fähigkeit untersucht.

    Zudem empfiehlt es sich, vor einem In-Place-Upgrade noch unter dem alten Betriebs­system den Internet Explorer 11 zu installieren (sofern nicht ohnehin schon geschehen, da ältere Versionen nicht mehr unterstützt werden), um die Kompatibilität von vorhandenen Web-Anwendungen zu testen. Unter Windows 10 steht eine ältere Ausführung dieses Browsers nämlich nicht zur Verfügung.

    Einschränkungen

    Das Upgrade lässt sich nicht anwenden …

    • bei einem Architekturwechsel (32 auf 64 Bit)
    • beim Umstieg von BIOS auf UEFI
    • bei Änderungen an der Partitionierung
    • bei Dual- oder Multiboot-Systemen

    Upgrade mit baramundi automatisieren

    Mit der baramundi Management Suite können Administratoren den gesamten Prozess automatisieren. Hierfür sind nur wenige vorbe­reitende Schritte notwendig. Dieser Artikel beschreibt die Möglichkeiten der baramundi Management Suite 2016 R2.

    Im Vergleich zum Verteilen von Upgrades mit WSUS erhalten Systemverwalter mehr Kontrolle über den gesamten Vorgang und können zudem weitere Aktionen vor und nach dem Upgrade anstoßen.

    Anlegen des Betriebssystems

    Zunächst muss der Administrator die Windows-10-Quelle in der bMS hinterlegen. Im Menüpunkt Betriebssysteme erstellt er dafür ein neues Profil mit folgenden Angaben:

    1. Integrationsmethode Nativ
    2. Pfad zum Betriebssystem

      Zuerst benötigt die bMS den Pfad zu den Installationsdateien.
    3. Eine Antwortdatei kann für die zusätzliche Steuerung der Windows-Erst-Installation hinterlegt werden, diese hat allerdings auf In-Place-Upgrades keine Auswirkung.

      Der baramundi-Administrator hinterlegt das Betriebssystem mit individuellen Installationsparametern im Managementsystem.

      Stattdessen sollte aber seit 29.07.2016 ein Lizenz-Key hinterlegt werden.
    4. Kopie für DIP (Distribution Installation Point) erstellen lassen, von wo aus bMS die Verteilung des Betriebs­systems übernimmt.

    Admins können und sollen alle aktuellen Patches in die WIM-Datei integrieren. Microsoft unterstützt beim In-Place-Upgrade darüber hinaus­gehende Anpassungen aber nicht, diese sollten daher nach dem Upgrade erfolgen.

    Benötigt man zusätzliche Einstellungen oder Änderungen, welche vor der ersten Anmeldung eines Benutzers bereitgestellt werden müssen, so kann man diese auch z.B. über die Nutzung einer eigenen setupcomplete.cmd steuern.

    Job für das Betriebssystem-Upgrade anlegen

    Die baramundi Management Suite erledigt alle Client-Aufgaben über sogenannte Jobs. Für das Betriebssystem-Update muss ein solcher vom Typ Job für Windows-Gerät erstellt werden. Als Jobschritt ist im Setup-Wizard Betriebssystem verteilen auszuwählen und für In-Place-Upgrade zu konfigurieren.

    Das Ausrollen von Betriebssystemen wird in baramundi über Jobs gesteuert.

    Um das In-Place-Upgrade zu starten, muss der Administrator den eben erstellten Job nur noch einem oder mehreren Clients zuordnen. Dies erledigt er durch einen Klick auf den gleichnamigen Button in der Job-Ansicht.

    Fazit

    Windows 10 bietet ein deutlich besseres und zuverläs­sigeres In-Place-Upgrade an als seine Vorgänger. Wenn die Voraus­setzungen gegeben sind, sollte daher diese Methode dem herkömm­lichen Wipe and Load vorgezogen werden. Dies gilt vor allem dann, wenn die PCs dem Current Branch oder Current Branch for Business unterliegen und daher mehrmals pro Jahr aktualisiert werden müssen.

    Im Vergleich zu WSUS bietet die baramundi Management Suite dem Administrator wesentlich mehr Kontrolle über Windows as a Service. Das betrifft unter anderem die Auswahl der Clients, die Steuerung des Installations­vorgangs sowie das Reporting über eventuell aufgetretene Probleme.

    *Dieser Text ist ein von der baramundi software AG bezahlter Beitrag.