Von Exchange nach Microsoft 365 migrieren mit MigrationWiz von BitTitan

    Hybrid Exchange ManagementHybride Exchange-Implemen­tierungen bieten einen Migrations­pfad von lokalen Servern zu Microsoft 365. Gerade bei größeren Organi­sationen ist ein Umzug des Mail-Systems in die Cloud mit erheb­lichem Aufwand ver­bunden. MigrationWiz kann viele Schritte auto­matisieren und Abhängig­keiten vorab erkennen.*

    Im Herbst 2019 meldete Microsoft über 200 Millionen aktive monatliche Nutzer für Microsoft 365, was einer durch­schnittlichen Wachstumsrate von fast drei Millionen Nutzern pro Monat seit 2015 entspricht. Diese Anwender kommen von unterschiedlichen Ausgangs­systemen: alten IMAP- oder POP-Mailservern, Lotus Notes und Google Mail. Die Mehrheit migriert jedoch von Exchange On-Premises in die Cloud.

    Kleinere Organisationen, die ihre Infrastruktur in die Cloud bringen möchten, können meist innerhalb einer einzigen Woche oder eines Wochenendes umziehen. Große Unternehmen mit Tausenden von Anwendern oder Unternehmen, die den Umstieg auf Microsoft 365 bewusst langsam angehen, bieten Hybrid-Exchange-Implementierungen eine flexible Strategie mit dem Look and Feel einer einzelnen Exchange-Instanz.

    Gründe für ein schrittweises Vorgehen beim Wechsel vom On-Premises-Exchange-Server in die Cloud sind häufig Sicherheits- und Compliance-Bedenken oder spezifische Anforderungen an Anwendungen in Zusammenhang mit dem Exchange-Server. Am häufigsten steht dahinter aber der Wunsch nach einem flexiblen Übergang in die Welt der vollständigen Online-Bereitstellung von Exchange.

    Zentrale Herausforderungen

    Diese Flexibilität ist jedoch mit einigen Heraus­forderungen verbunden. Hybrid-Exchange-Implementierungen sind komplex, was deren Einrichtung und Konfiguration betrifft. Meist arbeiten dabei externe Hybrid-Migrationss­pezialisten mit der internen IT-Abteilung zusammen.

    Der gängige Projektablauf stützt sich auf benutzererstellte PowerShell-Skripte, das Exchange Admin Center sowie Tabellen­kalkulationen, um Benutzer zu ermitteln und sie innerhalb verschiedener Migrations­stapel zu bearbeiten oder zu verwalten.

    Die dabei verwendeten Verfahren für das Management von Batches innerhalb eines Hybridprojekts sind hochgradig manuell und komplex.

    Hybrider Austausch mit MigrationWiz

    Hier kommt die Lösung MigrationWiz mit einer Cloud-basierten Management-Konsole ins Spiel, die einheitlich beide Seiten, also Quell- und Ziel-System unterstützt. Sie setzt auf dem Mailbox-Replikationsdienst auf, um hierüber die Hybrid-Exchange-Migration zu verwalten und zu überwachen.

    Vorher jedoch, also vor dem eigentlichen Umzug der Benutzer auf Microsoft 365, muss zunächst die Hybrid-Exchange-Umgebung konfiguriert werden. Diese komplexeste Projektphase besteht aus mehreren Abschnitten wie zum Beispiel der Überprüfung von Voraus­setzungen für die Migration.

    Einige dieser Aufgaben kann Microsofts Hybrid Configuration Wizard übernehmen, etwa das Prüfen vorhandener Exchange-Versionen, die Einrichtung von Koexistenz-Funktionen wie Frei-/Belegt-Freigaben sowie Aufgaben rund um Active Directory.

    Erfassen der Konfiguration durch den Hybrid Configuration Wizard

    Hybride Migrationen werden oft in Phasen oder "Stapeln" abgearbeitet, wobei bestimmte Benutzer­gruppen über einen vorgegebenen Zeitraum verschoben werden. Die Stapel bzw. Batches können nach Merkmalen wie Abteilung oder Standort unterteilt werden.

    Hier verbessert MigrationWiz die Batch-Verwaltung in Hybrid-Projekten. Über den Hybrid-Agenten ermittelt und erstellt es automatisch Anwender-Batches und analysiert gleichzeitig die Delegierten-Beziehungen.

    Delegierungen bei Gruppierungen berücksichtigen

    Die richtige Zuordnung solcher Delegierten­beziehungen ist sehr wichtig. Als Delegierte werden Personen bezeichnet, die teilweise oder vollständig Zugang zur Mailbox eines anderen haben. Dies kann die Chefsekretärin oder ein persönlicher Assistent sein, die Zugriff auf die Mailbox des Geschäfts­führers oder Vorstands haben, um dessen Kalender und andere Aktivitäten zu verwalten.

    Würden die Delegierten in getrennten Stapeln migriert, müssten die Berechtigungen am Zielort manuell neu zugewiesen werden. Wenn man bedenkt, dass der Vorstands­assistent der häufigste Anwendungsfall ist, liegen die Folgen einer fehlerhaften Migrations­planung auf der Hand: Sie kann die Arbeit der Unternehmens­führung empfindlich stören.

    Durch die Integration des Skripting und von Funktionen wie der Delegierten­analyse vermindert sich die Komplexität der Aufgabe. Für die anfängliche Konfigurations­arbeit werden zwar immer noch erfahrene Hybrid-Berater benötigt, sie können sich aber viel eher anderen Tätigkeiten zuwenden. Junior-Ressourcen nutzen stattdessen die MigrationWiz-Konsole, um Batches zu verwalten, Synchroni­sierungen zu starten und Fehler zu beheben.

    Die Migration von lokalen Exchange-Ressourcen nach Microsoft 365 lässt sich über eine Reihe von Optionen steuern.

    Dank der integrierten Automatisierungs­funktionen können Hybrid-Berater auf einen Großteil der benutzer­definierten Skripte und Wartung über Tabellen­kalkulation verzichten, die in heutigen Hybrid-Projekten gang und gäbe sind. Das trägt auch dazu bei, manuelle Fehler während dieses Prozesses zu reduzieren.

    Vor der Migration werden wie bei ähnlichen Projekten die Zielsysteme mit den Endpunkten konfiguriert. Der Quell-Endpunkt wird an Hybrid Exchange gebunden, sodass ein Partner lediglich den Endpunkt benennen muss. Auf der Zielseite benötigt das System globale Admin-Berechtigungs­nachweise für den Mandanten sowie die Zielzustellungs­domäne. Sobald die Endpunkte eingerichtet und das Projekt gesichert sind, können Benutzer hinzugefügt werden. Das kann auf drei Wegen erfolgen.

    Benutzer hinzufügen

    Der erste ist das Suchen und Zuordnen via Software-Agent. Hierfür muss ein Hybrid-Agent auf dem Exchange-Server des Anwenders installiert und ausgeführt werden. Er erstellt automatisch Batches, indem er dafür aktive Postfächer heraussucht und sie in entsprechenden Batches nach Abteilung und Organisations­einheit konfiguriert. Am Ende dieses Prozesses wird eine CSV-Datei an MigrationWiz gesendet, und die automatisierte Erstellung von Batches erfolgt.

    Die Liste der zu migrierenden Benutzer lässt sich auf mehrere Arten importieren.

    Option zwei und drei beinhalten beide einen CSV-Datei-Import. Anwender können eine Vorlage herunterladen und ihre Benutzer manuell hinzufügen, so wie bisher. Oder sie können eine CSV-Datei über ein von MigrationWiz bereitgestelltes PowerShell-Skript automatisch generieren, um diese Datei automatisch zu befüllen. Ist die CSV-Datei erstellt, genügt es, sie in die Software zu importieren.

    Sobald alle Batches definiert sind und der Migrationsplan steht, beginnt die eigentliche Migration. Stapel für Stapel werden die Benutzer synchronisiert und auf Exchange Online umgestellt. Der Großteil der Daten wird in die Cloud migriert, die Anwender werden jedoch nicht abgekoppelt, sondern bleiben mit ihrem Hybrid-Exchange-Postfach verbunden.

    Dank der in der Bereitstellungs­phase festgelegten Koexistenz-Funktionen können Anwender ohne Unterbrechung weiterarbeiten, unabhängig davon, wo sie sich in der hybriden Umgebung befinden.

    Sobald ein Batch synchronisiert ist, kann dieser eine Zeitlang aufbewahrt oder mit dem Befehl Finalisieren überschrieben werden. Dadurch werden die verbliebenen Daten migriert und auf Einstellungen angewendet, die in der Vor-Migrationsphase über Erweiterte Optionen konfiguriert wurden. Der Anwender verwendet jetzt sein Exchange-Online-Postfach.

    Fazit

    Hybride Migrations­szenarien sind nicht neu. MSPs und Hybrid-Berater sind mit den Feinheiten langfristiger Hybridprojekte, ihren Vorteilen und Fallstricken bestens vertraut. Die bewährten Prozesse mit PowerShell-Skripten und CSV-Dateien sind sicherlich hilfreich für bestehende Projekte.

    Übersicht über den Status eines Migrationsprojekts

    Eine einheitliche, benutzerfreundliche Konsole für die Verwaltung eines Hybridprojekts wie sie MigrationWiz bietet, hilft dagegen den externen Partnern und der internen Unternehmens-IT die Migration effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Junior IT-Mitarbeiter werden in die Lage versetzt, die eigentliche Migration zu managen und zu überwachen. Dies trägt zur Senkung der Arbeitskosten bei.

    Die Cloud-basierte Management-Konsole schließlich vereinfacht ganz wesentlich die Zusammenarbeit von internen und externen IT-Spezialisten. Hierfür stehen Funktionen wie Projektfreigabe und Aktions­protokollierung zur Verfügung, die zudem auch die Transparenz des Migrations­projektes erhöhen.

    *Dieser Text ist ein bezahlter Beitrag von BitTitan.

    Mark RochesterAutor: Mark Rochester. Er ist Principal Product Architect bei BitTitan, wo er eng mit den Produkt-Management-, Vertriebs- und Marke­ting-Teams zusammen­arbeitet, um Produkte und Funk­tionen zu ent­wickeln, die Probleme aus der realen Welt angehen. Mark Rochester ist auf Cloud- und Infrastruktur, SaaS und Microsoft Azure, Exchange und Office 365 spezialisiert.