CommuniGate 6.2: Installation, Management und Hochverfügbarkeit

    CGPro hochverfügbar machenCommuniGate Pro ist eine Soft­ware für Unified Communi­cations, deren Funk­tionen von E-Mail, Kalen­der und Auf­gaben über VoIP und Instant Messaging bis Video-Kon­ferenzen reicht. Sie besitzt eine über­greifende Instal­lation für alle Features. Als kri­tische Infra­struktur lässt sie sich hoch­verfügbar konfi­gurieren.*

    Die für eine derart umfangreiche Software recht einfache Installation läuft auf allen Betriebs­systemen ähnlich ab: Das komprimierte Installations­paket ist zu entpacken, anschließend sorgt das Setup dafür, dass das System in genau zwei Ordnern angelegt wird, einer dient für die Programme, der andere für Einstellungen und Konfiguration.

    Web-basierte Administration

    Die Admin-GUI von CommuniGate Pro ist schlicht und aufgeräumt. Der Administrator kann hier direkt damit beginnen, den Server mit der Außenwelt zu verbinden, Domains zu definieren und Benutzer mit ihren Konten anzulegen. Ambitionierten Admins steht alternativ zur HTML5-GUI ein mächtiges CLI zu Verfügung, um das System zu konfigurieren und zu verwalten.

    Dash ist die neue, übersichtliche und moderne GUI für den Admin von CommuniGate Pro.

    Updates der Software erfordern lediglich ein Neuinstallieren der Programm­dateien mit einem anschließenden Neustart des Dienstes. Wird CommuniGate Pro im Cluster betrieben, erfolgt das Update in einem rollierenden Aktualisierungs­verfahren, so dass der Service nicht unterbrochen wird.

    Skalierbarkeit und Hochverfügbarkeit

    Um maximale Skalierbarkeit und Hochverfügbarkeit zu bieten, unterstützt CommuniGate Pro einen Multiserver-Betrieb. Es unterscheidet dabei zwei Setups: Zum einen gibt es den Partitionierungs­modus, bei dem User-Konten auf verschiedene Server verteilt werden, wobei kein gemeinsamer Daten-Pool vorgehalten wird - ein statischer Cluster.

    CommuniGate Pro als Dynamic Cluster mit SAN-Storage.

    Als zweite, leistungs­fähigere Option sieht das System Dynamische Cluster vor, die auf Shared Storage zurück­greifen und so höhere Flexibilität und Sicherheit durch Failover ermöglichen. In dieser Konfiguration existieren Installationen mit bis zu 5 Millionen Nutzern, ein eindrucksvoller Beleg für die Leistungs­fähigkeit des Systems.

    Trennung von E-Mail und Telefonie möglich

    E-Mail-Verkehr kann vom VoIP-Traffic getrennt werden, indem man die Telefonie­funktionen auf dedizierten Servern zu einer sogenannten SIP-Farm zusammen­schaltet. Dies hilft, den Quality-of-Service für die Sprachdienste auch unter widrigen Bedingungen wie etwa einer DoS-Attacke oder einer Spam-Welle aufrecht zu erhalten.

    Im Gegensatz zu vielen anderen Lösungen benötigt CommuniGate Pro keine separate Datenbank, um Nutzdaten zu speichern. Sämtliche Daten wie Mails, Termine, Aufgaben und Adressen werden als Mails gespeichert, und zwar getrennt voneinander, so dass Administratoren große Flexibilität beim Sichern und Wieder­herstellen von Daten haben. Spezielle Daten­sicherungs­programme, wie sie beispielsweise für Microsoft Exchange erforderlich sind, braucht es nicht.

    Sicherheitsfunktionen für Server und Clients

    Anwender können sich ohne einen VPN-Tunnel via SSL/TLS sicher von unterwegs mit dem Server verbinden. Dabei werden sämtliche Kommuni­kations­wege automatisch verschlüsselt. Mail-Verschlüsselung ist mittels S/MIME möglich. Alle auf dem Server gespeicherten Nutzdaten werden ohne expliziten Eingriff des Administrators oder Anwenders verschlüsselt abgelegt.

    TLS-Verschlüsselung für Logins kann nun zur Pflicht gemacht werden.

    Zur Abwehr von Malware und Spam klinkt der Administrator Virenschutz-Programme diverser Hersteller wie Kaspersky oder McAfee als Module ein. Die Authenti­fizierung von Clients kann neben diversen anderen Möglichkeiten auch über einen RADIUS-Server erfolgen.

    Um den Umgang der Anwender mit den Daten möglichst sicher zu gestalten, lässt sich durch den Administrator eine Zwei-Faktor-Authentisierung einrichten, ebenso können regelmäßige Passwort­änderungen seitens der User erzwungen werden.

    CommuniGate Pro unterstützt Zwei-Faktor-Authentisierung für verstärkte Sicherheit von Clients und Daten.

    Integration von Verzeichnisdiensten

    Grundsätzlich ist CommuniGate Pro in der Lage, LDAP-Server für das Speichern und Verwalten von Domain-Daten und User-Accounts sowie zur Authenti­fizierung zu verwenden. Dies geht jedoch mit funktionalen Einschränkungen einher - so klappt das beispielsweise nicht in Dynamic Clustern.

    Aufgrund unterschiedlicher Schemata sowie inkompatibler Authen­tisierungs­mechanismen lässt sich das Active Directory nicht für die Benutzer­verwaltung verwenden, so dass die CommuniGate-Konten separat im Groupware-Server geführt werden müssen.

    Auch wenn die direkte Integration mit Microsofts AD nicht möglich ist, so lässt sich auf unterschiedlichen Wegen ein Single Sign On (SSO) für die Anwender realisieren. Auch eine Synchronisierung der beiden Verzeichnisdienste ist möglich.

    Als Multi-Domain-System unterstützt CommuniGate Pro mit seiner Web-GUI eine hierarchische Domain-Delegation, so dass jede Domain von unterschiedlichen Administratoren verwaltet werden kann.

    Fazit

    Durch seine relativ einfache Einrichtung und geringen Ansprüche an die Hardware eignet es sich auch für kleine Unternehmen. Seine Hochverfügbar­keits­funktionen, Skalierbarkeit und breite Plattform­unterstützung machen es zugleich interessant für große Umgebungen und Hosting-Anbieter.

    Der Hersteller verspricht je Server eine Skalierung auf bis zu 200.000 User, abhängig von deren Nutzungs­verhalten und Arbeits­intensität.

    CommuniGate Pro unterstützt Server-seitig eine ungewöhnlich große Bandbreite an Betriebs­systemen: Neben Windows kann es auch auf Linux, Linux, Solaris, Mac OS sowie einigen exotischeren Systemen wie FreeBSD installiert werden.

    *Dieser Text ist ein bezahlter Beitrag von CommuniGate Systems.