VMware Tools und vHardware mit vSphere Update Manager (VUM) aktualisieren

    VMware Tools über VUM standardisierenvSphere Update Manager ver­sorgt nicht nur ESXi-Hosts mit Updates und Patches. Er aktu­ali­siert auch die VMware Tools und vHard­ware von VMs und virtu­ellen Appli­ances. Die Ver­sionen dieser Kompo­nenten gibt man über Base­lines vor.

    VUM unterstützt das Standardisieren von virtuellen Maschinen, virtuellen Appliances sowie von vApps, die mit VMware Studio 2.0 oder höher erstellt wurden. Dabei prüft VUM die Version der virtuellen Hardware und der VMware Tools in VMs oder VAs. Bei virtuellen Appliances kann VUM zusätzlich herausfinden, ob eine neuere Version der Appliance im VMware Patch-Repository existiert.

    Compliance von VMs und VAs prüfen

    Ausgangspunkt für VM- und VA-Updates ist im vSphere Client die Ansicht für VMs und Templates. Nur dort ist der VUM-Reiter bei markierter VM oder VA im Tab Verwalten sichtbar. Möchten Sie eine VM oder VA auf Übereinstimmung prüfen, dann markierten Sie diese, klicken in der Überein­stimmungs­ansicht auf Auf Updates prüfen und wählen die gewünschten Baseline aus (siehe dazu: Baselines für vSphere Update Manager (VUM) konfigurieren).

    VMs und VAs auf Basis der vorgegebenen Baselines prüfen

    Haben Sie keine eigene Baseline definiert, dann stehen Virtual appliance upgrades, VMware Tools upgrades und VM Hardware upgrades zur Wahl. Ist wie im Beispiel eine gewöhnliche virtuelle Maschine der Ausgangspunkt, dann benötige Sie die VA-Baseline nicht. Ansonsten unterscheidet sich der Vorgang nicht von dem der Host-Überein­stimmungs­prüfung.

    Ergebnis der erfolgreichen Compliance-Prüfung der VMware Tools und der vHardware.

    Virtuelle Maschinen und Appliances standardisieren

    Möchten Sie virtuelle Maschinen und virtuelle Appliances zusammen standardisieren, dann müssen sich diese in einem gemeinsamen Container-Objekt befinden, also in einem Ordner, einer vApp oder zumindest dem gleichen Datencenter. In diesem Fall hängen Sie eine Baseline-Gruppe oder einen Satz von Einzel-Baselines für virtuelle Appliances bzw. für VMs an genau diesen Container an.

    Verwenden Sie eine Baseline-Gruppe, dann darf diese Baselines für  VMs und für VAs enthalten, wobei die Baselines für VMs dann eben nur für VMs gelten und jene für VAs nur für VAs. Selbst­verständlich lassen sich mit VUM auch Templates für virtuelle Maschinen standardisieren.

    Im Gegensatz zum Standardisieren von Hosts müssen Sie bei VMs und VAs Folgendes beachten:

    • VUM unterstützt für VMs erwartungsgemäß keine Patch-Baselines. Daher müssen Sie sich um das Aktualisieren des jeweiligen Gastsystems selbst kümmern, was aber bei VAs in der Regel nicht empfehlenswert ist. VMware-VAs sollten Sie wie Black Boxes behandeln und im Zweifel durch Anhängen von Upgrade-Baselines regelmäßig prüfen, ob eine neuere Version vorliegt.
    • VUM kann die vCSA selbst nicht standardisieren
    • VUM kann keine VMs und VAs standardisieren, die über ein IPv6-Netzwerk verbunden sind

    Einstellungen für Standardisierung festlegen

    Das Standardisieren von VMs und VAs verläuft etwas anders als bei Hosts. Sie gehen dafür folgendermaßen vor:

    Entscheiden Sie sich nach einem Klick auf Standardisieren im Schritt Baseline auswählen für die gewünschte Baseline oder Baseline-Gruppe.

    Baseline zur Standardisierung der VMware Tools auswählen

    Bestimmen Sie dann bei Zielobjekte auswählen die VMs und oder VAs, die Sie standardisieren möchten.

    VMs für die Standardisierung der VMware Tools auswählen

    Im Schritt Planung geben Sie zuerst einen Namen und bei Bedarf eine Beschreibung ein. Eine VM oder VA muss je nach Art des Upgrades möglicherweise mehrfach aus- und wieder ausgeschaltet werden.

    Die Standardisierung der VMware Tools kann beim Ein-/Ausschalten der VM oder zeitgesteuert erfolgen.

    Haben Sie sich in Schritt 1 für den Baseline-Typ VMware Tools Upgrade to match host (Predefined) entschieden, dann können Sie jetzt wählen, ob das Upgrade beim Ein- bzw. Ausschalten der VM oder zu einem bestimmten Zeitpunkt erfolgen soll.

    Das zeitgesteuerte Update lässt sich für eingeschaltete, ausgeschaltete oder angehaltene VMs separat konfigurieren, wobei der Vorgang entweder sofort oder an einem bestimmten Datum zu einer ausgewählten Uhrzeit erfolgen kann.

    Das Anlegen eines Snapshots erlaubt die Rückkehr zum alten Zustand der VM, falls Probleme auftreten.

    Ferner können Sie unter Rollback-Optionen dafür sorgen, dass vor dem Upgrade ein Snapshot der virtuellen Maschine angelegt wird, um bei Problemen auf den vorigen Zustand zurück­kehren zu können. Es lässt sich außerdem einstellen, wann und ob der Snapshot gelöscht wird.

    Das Aktualisieren der VMware-Tools für die im Beispiel gestartete Photon-VM wird allerdings scheitern, weil sich via VUM nur VMware-Tools aktualisieren lassen, die auch von vSphere selbst verwaltet werden.

    Die open-vm-tools in der Photon-VM lassen sich nicht über VUM aktualisieren.

    Ob dies der Fall ist, finden Sie wie beim vorherigen Überprüfen der Übereinstimmung mit der betreffenden Baseline heraus. Der Über­einstimmungs­typ ist dann Nicht kompatibel statt Nicht übereinstimmend. Würden Sie trotzdem versuchen, die VA mit der VMware-Tools-Baseline zu standardisieren, bekämen Sie eine Fehlermeldung.

    Die Open VM Tools werden nicht durch vSphere, sondern durch den Gast verwaltet.

    Die Photon-Appliance verwendet nämlich wie alle VAs von VMware inzwischen das Open-Source-Paket open-vm-tools. Dies ist zwar auf dem ersten Blick unglücklich, im Grunde aber unkritisch, weil die VMware-Tools in diesem Fall über das Paket-Management des Gastsystems aktualisiert werden.

    Die virtuelle Hardware der Photon-VM lässt sich jedoch problemlos mit VUM aktualisieren.

    Ein Aktualisieren der VM-Hardware-Version des Systems via Update Manager funktioniert indes problemlos.

    Dazu muss das Gastsystem herunterfahren, was VUM automatisch erledigt. Der Initiator des Vorgangs ist dann com.vmware.vcIntegrity. Auch das Wiedereinschalten mit neuer VM-Hardware-Version 13 (vorher 11) passiert dann automatisch.

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