ESXi und Hyper-V mit 64-Bit-Gästen in VMware Workstation 9 ausführen

    Die VMware Workstation erlaubt schon länger eine verschachtelte Virtualisierung, bei der ESXi oder Hyper-V in einer VM installiert werden dürfen. Bisher krankte dieses Feature jedoch an der Einschränkung, dass ein Hypervisor in der VM nur 32-Bit-Gäste ausführen konnte. Dies ändert sich nun in der Workstation 9.

    Eine Konfiguration, bei der ein Bare-Metal-Hypervisor in einer VM ausgeführt wird, eignet sich für Lab-, Demo- oder Schulungsumgebungen, wo man mit geringem Aufwand an Hardware beispielsweise eine vSphere-Installation betreiben möchte. Während der Wizard zum Anlegen neuer VMs schon seit der Workstation 7.1.1 ESXi als Gastbetriebssystem zur Auswahl anbietet, kam Hyper-V erst mit der VMware Workstation 9 hinzu. Beide werden in dieser Konstellation jedoch nicht in produktiven Umgebungen unterstützt.

    Bearbeitung der Konfigurationsdatei erforderlich

    Die Aufnahme von ESXi und Hyper-V in die Liste der Gastsysteme hat aus Sicht des Benutzers den Vorteil, dass der Wizard die notwendige Aktivierung der Option Virtualize Intel VT-x/EPT or AMD-V/RVI automatisch vornimmt. Sie findet sich in der Konfiguration einer VM unter Processors => Virtualization Engine, wenn die Virtual Hardware 9.0 installiert ist.

    Die Virtualisierung von VT-x und AMD-V alleine erlaubt noch keine 64-Bit-Gäste in verschachtelten VMs.

    Die über die GUI verfügbaren Einstellungen einer VM lassen zwar die verschachtelte Virtualisierung zu, aber es bleibt damit auch in der Workstation 9 bei der Beschränkung auf 32-Bit-Gäste. Will man diesen Zustand ändern, dann muss man in die Konfigurationsdatei mit der Endung .vmx die Zeile

    vhv.enable = "TRUE"

    eintragen. Voraussetzung ist jedoch eine moderne CPU, also etwa Intel i3-Prozessoren oder neuer. Dieser Eintrag wirkt sich nicht nur auf ESXi-Gäste aus, sondern beispielsweise auch auf Hyper-V, so dass sich damit ebenfalls 64-Bit-Betriebssystem in einer verschachtelten VM ausführen lassen.

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