Installierte Updates und Service Packs mit DISM und wmic abfragen

    Wenn man herausfinden möchte, welche Updates und Service Packs auf einem Windows-PC installiert wurden, dann sieht man normalerweise in der Systemsteuerung unter Programme => Installierte Updates anzeigen nach. Wenn man diese Systeminformationen unter Server Core auslesen möchte, dann kann man sie über DISM bekommen und von einem Remote-Computer über WMI.

    Unter Server Core existiert bekanntlich nur eine sehr rudimentäre Systemsteuerung, die sich auf 2 Applets reduziert. Wie für die meisten anderen Aufgaben bleibt daher nur die Kommadozeile, wenn man wissen will, welches Update oder Service Packs installiert wurden.

    DISM für lokale Abfragen

    Richtet sich die Abfrage gegen einen lokalen Computer dann hilft der Einsatz von DISM. Der Aufruf von

    dism /online /get-Packages

    wirft in der Regel eine lange List von Updates aus. Möchte man daraus entnehmen, ob z.B. das SP1 installiert ist, dann muss man sich durch zahlreiche Einträge arbeiten.

    Die Nutzung eines find-Filters hilft hier auch nicht viel, weil jede Information zu einem Update in einer eigenen Zeile steht und die Suche nur "Versionstyp: Service Pack" ausgeben würde. Daher kann man sich mit einer Umleitung der DISM-Ausgabe in eine Datei behelfen, die man nachher in Notepad öffnet. Der Minimaleditor ist auch unter Server Core vorhanden.

    Updates über WMI auslesen

    Installierte Updates lassen sich sowohl lokal als auch remote über WMI erfragen. Das Tool der Wahl ist hier wmic, das man dem Alias QFE aufruft, also

    wmic QFE

    für das Auslesen der installierten Updates vom lokalen Rechner. Bei Remote-Computern muss man zusätzlich den /node-Parameter angeben, wobei der Name des entfernten PCs in Anführungszeichen zu setzen ist, wenn er andere als alphanumerische Zeichen enthält, also zum Beispiel einen Bindestrich:

    wmic /node:"server-core" QFE

    Auch hier ist es günstig, wenn man die Ausgabe in eine Datei umleitet. Damit die Remote-Abfrage funktioniert, muss der Zielrechner dafür konfiguriert sein. Der Aufruf von wmic hat den Vorteil, dass er im Gegensatz zu DISM keine Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten benötigt.

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