VHDs zwischen Virtual PC und Hyper-V austauschen

    Microsofts Format für virtuelle Festplatten (VHD) wird von verschiedenen Herstellern unterstützt, aber besonders von Windows und seinen diversen Komponenten genutzt. Dazu zählen Windows Backup, VHD Boot und natürlich Virtual PC sowie Hyper-V. Ein einheitliches Format für virtuelle Disks verspricht Interoperabilität, aber wie gut lassen sich VHDs zwischen den Systemen wirklich austauschen?

    Integration Components deinstallieren

    Eine der Hürden bei der Migration von VHDs zwischen verschiedenen Systemen sind die so genannten Integration Components sowie die virtuelle Hardware, die der Hypervisor dem Gast anbietet. Aber selbst wenn sie nicht vorhanden sind, ist das keine Garantie, dass sich eine VHD in anderen Umgebungen booten lässt. Ein bekanntes Beispiel dafür ist Windows 7 Backup, das beim Sichern physikalischer Installationen VHDs erstellt, die sich beispielsweise nicht im Virtual PC starten lassen.

    Beim Austausch einer VHD zwischen Virtual PC und Hyper-V müssen die Gast-Erweiterungen in jedem Fall entfernt werden, weil beide Virtualisierer unterschiedliche Versionen verwenden.

    Migration als Einbahnstraße Richtung Hyper-V

    Aber auch das gewährleistet noch keine problemlose Interoperabilität, eine Migration funktioniert praktisch nur vom Virtual PC in Richtung Hyper-V. Gegen einen Import von Hyper-V in den Virtual PC sprechen:

    • Die virtuelle Hardware im VPC bietet keinen IO-APIC, so dass der vom Gast unter Hyper-V installierte Hardware Abstraction Layer (HAL) im VPC nicht läuft;
    • Virtual PC unterstützt keine 64-Bit-Gäste, Hyper-V dagegen schon;
    • die maximale Größe einer VHD darf im VPC 128 GB nicht übersteigen.

    Der Weg von Hyper-V zum Virtual PC funktioniert dann, wenn man die VHD vorher vom VPC nach Hyper-V übernommen und dort keine Integration Components installiert hat. Dann klappt es auch in die umgekehrte Richtung.

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