Hyper-V: Wie viel virtuellen Speicher benötigt ein Host?

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    Windows-LogoIn dem schweizerischen Blog ServerTalk findet sich ein kleiner, aber durchaus hilfreicher Beitrag zum Thema, wie viel virtuellen Speicher ein Host unter Microsoft Hyper-V benötigt. Es geht dabei um die Frage, ob ein Hyper-V-Host neben dem ihm zugesicherten physikalischen Arbeitsspeicher, also beispielsweise 32 GByte, die doppelte Menge (64 GByte) Festplatten-Platz für eine pagefile.sys-Datei "beschlagnahmt".

    Der Autor Michel Lüscher rät dazu, im ersten Schritt zu ermitteln, wie viel physikalischen Arbeitsspeicher die Parent-Partition benötigt. Um Speicher zu sparen, sollten nur die unbedingt nötigen Management-Tools und Sicherheitsprogramme installiert werden, etwa Microsoft Forefront Endpoint Protection (Virenschutz, Sicherheit), SCDPM für Backup und SCOM, SCCM sowie SCVMM für das Management.

    Der Hyper-V-Host und die Virtual Machines fressen demnach einen Overhead von 300 MByte. Die Guests benötigen zusätzlich zu jedem GByte virtuellen Speichers weitere Ressourcen. Beim ersten GByte virtuellen RAM sind es 32 MByte, bei jedem weiteren GByte nochmals 8 MByte.

    Das heißt beispielsweise: Ein Guest mit 4 GByte Speicher benötigt weitere 56 MByte für den Overhead: 32 MByte für das erste GByte plus 3 x 8 MByte = 24 MByte für die drei folgenden GByte.

    Zudem empfiehlt der Autor, eine Speicherreserve von 2 GByte physikalischen Speichers für den Host einzuplanen. Was das Pagefile betrifft, gibt es zwei Möglichkeiten: bei Hosts mit unter 32 GByte Speicher die Systemeinstellungen belassen. Windows verwaltet dann eigenständig die Größe. Bei Systemen mit mehr RAM sollte der Pagefile dagegen auf 10 GByte gesetzt werden.

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